Hohe Spritpreise: Praktische Tipps für Autofahrer, um Geld zu sparen
Hohe Spritpreise: Tipps zum Geldsparen für Autofahrer

Hohe Spritpreise: Wie Pkw-Fahrer jetzt Geld sparen können

Eine Kolumne von Hermann-Josef Tenhagen. Trotz einer Feuerpause im Iran verharren die Benzin- und Dieselpreise auf einem hohen Niveau. In diesem Artikel enthülle ich einige praktische Tricks, mit denen Autofahrerinnen und Autofahrer der Kostenfalle entkommen und ihre Ausgaben reduzieren können.

Preisentwicklung und Marktanalyse

Vom 1. bis zum 7. April stiegen die Spritpreise kontinuierlich an, wobei Diesel teilweise über 2,50 Euro pro Liter kostete. Bemerkenswert ist, dass Mineralölkonzerne ihre Einkäufe oft Wochen oder Monate zuvor getätigt hatten, dennoch wurden steigende Preise mit dem Irankrieg, knappem Rohöl und hohen Weltmarktpreisen begründet.

Am Mittwoch, nach der Ankündigung einer 14-tägigen Feuerpause, fielen die Rohölpreise drastisch, doch an den Zapfsäulen blieben die Kosten weitgehend unverändert. Beispielsweise pendelte sich der E10-Preis an einer Tankstelle in Hamminkeln-Brünen bei 2,13 Euro ein, nachdem er zuvor auf 2,25 Euro gestiegen war. In Berlin stieg der Dieselpreis mittags von 2,38 auf 2,45 Euro, um bis zum Abend auf 2,35 Euro zurückzugehen.

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Nur vereinzelt gab es deutliche Preisnachlässe, wie an einer Tankstelle in Duisburg-Walsum, wo der Dieselpreis von 2,46 auf 2,29 Euro fiel. Dies liefert Belege dafür, dass Konzerne Marktlagen nutzen, um Kunden auszunehmen. Der ADAC kritisiert das Kartellamt für unzureichendes Vorgehen gegen solche Praktiken.

Expertise und Hintergründe

Steffen Bukold, ein anerkannter Experte für Ölmärkte, rechnete für Greenpeace vor, dass deutsche Ölkonzerne im März täglich 25 Millionen Euro Zusatzgewinne durch höhere Margen erzielten – doppelt so viel wie in Frankreich oder Spanien. Profispekulanten erwarten positive Bilanzeffekte für Ölkonzerne, deren Kurse in den letzten drei Monaten um durchschnittlich 40 Prozent stiegen.

Kurzfristige Spritspartipps

Die Internationale Energieagentur (IEA) empfiehlt folgende Maßnahmen, um kurzfristig Sprit zu sparen:

  • Langsamer fahren und Tempolimits einhalten.
  • Fahrgemeinschaften bilden oder Carsharing nutzen.
  • Seltener fahren, beispielsweise durch mehr Homeoffice.
  • Innenstadtsperrungen für abwechselnde Kennzeichen erwägen.
  • Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn bevorzugen.

In Deutschland können Apps helfen, günstige Tankstellen zu finden. Seit Anfang April ist es ratsam, spät vormittags zu tanken, bevor Preiserhöhungen von sieben bis zehn Cent pro Liter erfolgen, was pro Tankfüllung mehrere Euro spart.

Mittel- und langfristige Strategien

Mittel- und langfristig stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit eines eigenen Autos. In Großstädten mit gut ausgebautem öffentlichem Nahverkehr ist ein Verzicht leichter möglich, während ländliche Regionen oft auf Autos angewiesen sind. Die Wahl des Fahrzeugs ist entscheidend: Im März 2026 waren von 294.000 Neuwagen 70.700 elektrisch, 67.000 benzinbetrieben, 37.700 dieselbetrieben und 118.000 Hybridfahrzeuge, wobei Hybridmodelle oft nicht wesentlich sparsamer sind.

Persönliche Empfehlungen

Für Autofahrer mit Verbrennern, die ihr Auto nicht unbedingt benötigen, gilt: Nutzen Sie es weniger und befolgen Sie Spritspartipps wie vorausschauendes Fahren, moderate Geschwindigkeiten und regelmäßige Wartung. Für diejenigen, die auf ihr Auto angewiesen sind, empfiehlt sich ein Umstieg auf Elektrofahrzeuge, wobei staatliche Förderungen bis zu 6000 Euro bieten. Elektroautobesitzer sollten prüfen, ob sie eigenen Strom durch Solarmodule erzeugen können.

Für die Politik: Digitale Tools ermöglichen zielgenaue Direktzahlungen an Haushalte, die aufgrund hoher Energiepreise Unterstützung benötigen. Dies hilft, aus der Energiekrise zu lernen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

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