Straßenbauamt Schwerin investiert 163 Millionen Euro in Verkehrsprojekte für 2026
163 Mio. Euro für Straßenbau in Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim

Umfangreiche Verkehrsinvestitionen im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns

Das Straßenbauamt Schwerin hat für das Jahr 2026 ein umfangreiches Bauprogramm mit insgesamt 46 Projekten an Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim angekündigt. Die Behörde betreut in dieser Region etwa 660 Kilometer Bundesstraßen und fast 1000 Kilometer Landesstraßen, die nun einer systematischen Modernisierung unterzogen werden sollen.

Finanzierung und strategische Ziele der Baumaßnahmen

Für die geplanten Verkehrsprojekte stehen rund 163 Millionen Euro zur Verfügung, wobei der Großteil der Mittel aus Bundesquellen stammt. Konkret fließen etwa 133,5 Millionen Euro vom Bund, während das Land Mecklenburg-Vorpommern einen Beitrag von rund 29,4 Millionen Euro leistet. Die strategischen Ziele dieser Investitionen sind vielschichtig und umfassen die langfristige Sicherung der Verkehrsinfrastruktur, die deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie die Beseitigung von Engpässen im regionalen Radwegenetz.

Stefan Anker, der Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, betont die Kontinuität dieser Maßnahmen: „Neben den Großprojekten werden im Wesentlichen, wie bereits in den vergangenen Jahren, die Investitionen in den Erhalt unserer Infrastruktur und in die Verbesserung der Verkehrssicherheit getätigt. Diese kontinuierliche Strategie ist die Grundlage dafür, unser Straßennetz nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“ Er fügt hinzu, dass in Abstimmung mit allen betroffenen Verkehrsträgern die Belastungen für alle Verkehrsteilnehmer auf ein vertretbares Minimum reduziert werden sollen.

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Großprojekte und regionale Schwerpunkte

Ein bedeutender Teil der finanziellen Mittel ist für Großprojekte reserviert, für die die Projektgruppe des Straßenbauamtes verantwortlich zeichnet. Rund 111 Millionen Euro der Bundesmittel und 3,4 Millionen Euro der Landesmittel entfallen auf diese Vorhaben. Ein zentrales Großprojekt bleibt der Bau der Ortsumgehung Wolgast entlang der Bundesstraße 111, der auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Parallel dazu sollen die Restarbeiten an der bereits für den Verkehr freigegebenen Ortsumgehung Elmenhorst an der Landesstraße 12 abgeschlossen werden.

Ein weiteres herausragendes Vorhaben ist der Ausbau der Landesstraße 7 in der Ortsdurchfahrt Warlow im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Straße befindet sich in einem deutlich schlechten Zustand, insbesondere die Regenentwässerung muss dringend verbessert werden. Diese Erneuerung erfolgt als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Straßenbauamt, der Gemeinde Warlow und dem Landkreis. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Mai mit der Umverlegung der Trinkwasserleitungen unter der Straße, gefolgt von der vollständigen Erneuerung der Fahrbahn.

Die Maßnahmen werden abschnittsweise unter Vollsperrung durchgeführt und sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro, wobei der Landkreis 500.000 Euro, die Gemeinde 400.000 Euro und das Land den Rest der Finanzierung übernimmt.

Ausbau des Radwegenetzes und laufende Instandhaltung

Zur gezielten Verbesserung des Radwegenetzes wird an der Bundesstraße 104 zwischen Cambs und Brahlstorf ein neuer, mehr als zwei Kilometer langer Radweg errichtet. Die Arbeiten beginnen in Kürze und sollen bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Für dieses Projekt werden rund 1,1 Millionen Euro aus Bundesmitteln verwendet, was die Bedeutung einer nachhaltigen und sicheren Radverkehrsinfrastruktur unterstreicht.

Neben diesen spezifischen Großprojekten führt das Straßenbauamt ganzjährig umfangreiche Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten durch. Dazu zählen regelmäßige Flickarbeiten, Risssanierungen sowie Bankett- und Markierungsarbeiten. Diese Maßnahmen finden überwiegend zwischen April und Oktober statt und werden mit kleineren, vorübergehenden Baustellen umgesetzt. Die Kosten für diese kontinuierlichen Instandhaltungsarbeiten belaufen sich auf etwa fünf Millionen Euro jährlich.

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Insgesamt spiegeln die geplanten Investitionen und Bauvorhaben eine konsequente Strategie wider, die darauf abzielt, die Verkehrsinfrastruktur in Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim zukunftssicher und verkehrstauglich zu gestalten. Trotz der unvermeidlichen Beeinträchtigungen durch Baustellen verspricht diese Offensive langfristig erhebliche Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer in der Region.