Verein für tiergestützte Therapie feiert 30-jähriges Jubiläum in der Prignitz
Tiergestützte Therapie: Verein feiert 30 Jahre in Prignitz

Drei Jahrzehnte tiergestützte Therapie: Verein in der Prignitz feiert Jubiläum

Mehr als fünfzig engagierte Tierfreunde versammelten sich am vergangenen Sonnabend in Weisen, um das dreißigjährige Bestehen des Vereins „Mensch und Tier – Verein der tiergestützten Therapie e. V.“ gebührend zu feiern. Zahlreiche Mitglieder brachten ihre ausgebildeten Therapiehunde mit, die sichtlich die festliche Atmosphäre genossen. Die Veranstaltung fand in der geräumigen Scheune am alten Dorfkrug statt, die für diesen Anlass liebevoll mit Postern geschmückt worden war.

Ehrengäste würdigen wertvolle Vereinsarbeit

Die Feierlichkeiten begannen mit der jährlichen Mitgliederversammlung, gefolgt von einem geselligen Kaffeeklatsch. Besondere Aufmerksamkeit erregte der hohe Besuch: Neben Perlebergs Bürgermeister Axel Schmidt und Daniel Krause-Pongratz als Vertreter des Landrats erschien der neue Brandenburger Bildungsminister Gordon Hoffmann. Alle drei Ehrengäste hielten kurze Ansprachen, in denen sie die herausragende Arbeit des Vereins und das immense Engagement der Mitglieder lobten. „Therapiehunde sind Brückenbauer“, betonte Bildungsminister Hoffmann in seiner Rede.

Die Vereinsvorsitzende Katja Albrecht, die seit 2024 den Vorsitz innehat, berichtete stolz von der Entwicklung des Vereins, der mittlerweile 75 Mitglieder zählt. „Die Arbeit erfordert nicht nur gut ausgebildete Hunde, sondern auch Menschen, die mit Herz, Geduld und einer guten Portion Humor dabei sind“, erklärte die Lehrerin. Die ausgebildeten Hund-Mensch-Teams des Vereins arbeiten regelmäßig mit Senioren, Kindern sowie Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen, um ihnen Lebensfreude und Trost zu spenden.

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Therapiehunde im Einsatz: Emotionale Brückenbauer

Sabine Prüter, die seit über zehn Jahren in der tiergestützten Therapie tätig ist, brachte zum Jubiläum ihre zwölfjährige Hündin Emma und den jüngeren Spike, einen Husky-Schäferhund-Mix, mit. Mit Spike besucht sie seit zweieinhalb Jahren regelmäßig das Wittenberger Elbhospiz „Weiße Berge“. „Tatsächlich kommt es hervorragend an. Ich kann nicht beschreiben, was er macht, aber er macht es einfach“, schilderte Prüter ihre Erfahrungen. „Wenn er ins Hospiz geht, ist es so, als ob er einen Schalter umlegt.“ Der Hund passt sein Verhalten stets den Bedürfnissen der Menschen an – mal liegt er ruhig da und lässt sich streicheln, mal zeigt er sich spielfreudiger.

Beide Hunde haben die anspruchsvolle Ausbildung zum Therapiehund absolviert. Allerdings betonte Vorsitzende Albrecht, dass nicht jeder Vierbeiner dafür geeignet sei: „Der Hund muss dem Menschen zugewandt sein. Er darf keine Angst haben oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, sondern muss einfach offen sein. Zudem muss die Beziehung zum Besitzer gut funktionieren.“ Die Einsatzteams durchlaufen eine gemeinsame theoretische und praktische Ausbildung, um optimal auf ihre Aufgaben vorbereitet zu sein.

Wachsende Akzeptanz und zukünftige Perspektiven

Katja Albrecht zeigte sich erfreut über die zunehmende Akzeptanz tiergestützter Therapieansätze. „Das wird immer mehr anerkannt. Selbst in Einrichtungen, in denen bisher Hygienefragen im Vordergrund standen, öffnen sich die Türen“, erklärte sie. Als praktisches Beispiel führt sie ihren eigenen Hund Athene wöchentlich mit zur Arbeit – die Schüler an der Schule an der Stepenitz freuen sich regelmäßig über den vierbeinigen Besucher.

Nach den offiziellen Reden wurde eine festliche Torte mit dem Vereinslogo angeschnitten, gefolgt von einer gemütlichen Kaffeerunde und einer Lesung tierischer Kurzgeschichten. Einige Teilnehmer nutzten die Pausen, um mit ihren Hunden auf den umliegenden Grünflächen zu spielen und so den erfolgreichen Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Das Jubiläum unterstrich nicht nur die lange Tradition, sondern auch die ungebrochene Bedeutung der tiergestützten Therapie in der Region.

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