München plant grüne Oase: Historischer U-Bahnhof Olympiazentrum wird umgestaltet
Einst stiegen hier die Besucher der Olympischen Spiele aus, heute sind es Studenten, Konzertgänger und Touristen. In zwei Jahren soll sich der U-Bahnhof Olympiazentrum in München in eine grüne Oase verwandeln. Die Pläne sehen eine umfassende Neugestaltung vor, die den historischen Charme bewahrt und zugleich moderne Nachhaltigkeit fördert.
Ein Bahnhof mit olympischer Vergangenheit
Der U-Bahnhof Olympiazentrum, der seit 2020 unter Denkmalschutz steht, wurde 1972 als Endstation der U3 eröffnet. Ursprünglich diente er dazu, die Menschenmassen zu den Wettkämpfen im Olympiagelände zu leiten, was seinen viergleisigen Aufbau erklärt. Heute strömen hier regelmäßig Tausende zu Veranstaltungen in der Olympiahalle oder im Stadion, das bis 2029 saniert wird. Die Gestaltungselemente wie Kreisreliefs des Künstlers Waki Zöllner und orangefarbene Akzente erinnern an diese bewegte Geschichte.
Der aktuelle Zustand: Tristesse und Brachflächen
Obwohl der Bahnhof stark frequentiert ist, wirkt er oft trist und ausgestorben. Der ehemalige Olympia-Busbahnhof zwischen den Ausgängen liegt brach, umgeben von Bauzäunen, mit nur spärlichem Grasbewuchs. Seit der Verlängerung der U3 im Jahr 2007 halten hier keine Busse mehr, und Infrastrukturen wie ein MVG-Infopoint stehen leer. Kioske und Toiletten sind in die Jahre gekommen, obwohl sie mit Angeboten wie Döner, gebrannten Mandeln oder Snacks noch viele Besucher anlocken.
Die Umgestaltungspläne: Grüner Auftakt für München
Ab 2028 soll der Bereich komplett erneuert werden. Das Planungsreferat der Stadt München hat ambitionierte Pläne vorgestellt: Die Dächer des Bahnhofs werden denkmalgerecht saniert, wobei im Mittelbereich bereits Überdachungen fertiggestellt und eine Photovoltaikanlage installiert wurden. Im nördlichen Teil entstehen fünf E-Ladestationen, die noch vor Projektabschluss nutzbar sein sollen. Kioske und Toiletten werden ebenfalls modernisiert.
Das Herzstück der Neugestaltung ist jedoch die Begrünung. Der ehemalige Busbahnhof soll zu einem "grünen Auftakt" zwischen BMW-Welt und Olympiapark werden, mit Sitz- und Aufenthaltsflächen, einem Brunnen sowie der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern. Dies soll den Bahnhof besser in den Olympiapark integrieren, der für viele Münchner eine Oase der Erholung darstellt.
Ausblick: Eine Oase für die Zukunft
Mit diesen Maßnahmen hofft die Stadt, den U-Bahnhof Olympiazentrum bis 2028 in einen lebendigen und nachhaltigen Ort zu verwandeln. Die Pläne kombinieren historische Bewahrung mit moderner Stadtökologie und sollen so eine grüne Oase schaffen, die den olympischen Geist in die Gegenwart trägt. Für München bedeutet dies einen wichtigen Schritt in der Stadtentwicklung, der Touristen und Einheimische gleichermaßen begeistern dürfte.



