Bestsellerautor Wolf Küper: Kinder sind nicht stolz auf den Karriere-Papa
Wolf Küper: Kinder nicht stolz auf Karriere-Papa

Bestsellerautor Wolf Küper im Gespräch über Lifestyle-Teilzeit und Sozialneid

In einem exklusiven Interview mit Tobias Becker spricht der renommierte Coach und Autor Wolf Küper über ein brisantes Thema: den Sozialneid von oben. Küper, bekannt für seinen Bestseller "Eine Million Minuten", der mit Tom Schilling verfilmt wurde, betont, dass Kinder nicht auf ihren Vater stolz sind, weil er viele wichtige Projekte hat. Stattdessen sehnen sie sich nach gemeinsamer Zeit und Aufmerksamkeit.

Sozialneid von oben: Die Sehnsucht nach frühem Feierabend

Küper beschreibt, wie Führungskräfte und Berufstätige in hohen Positionen oft neidisch auf jene blicken, die vor 16 Uhr ein Buch lesen oder Zeit für Hobbys haben. Dieser sogenannte Sozialneid von oben zeige, dass viele Menschen in der heutigen Leistungsgesellschaft das Gefühl für das Wesentliche verloren hätten. Er argumentiert, dass Erfolg nicht allein an Karriereleistungen gemessen werden sollte, sondern an der Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen.

Lernen, sich Zeit für das Wichtige zu nehmen

Der Experte erklärt praktische Wege, um aus dem Hamsterrad auszubrechen und Prioritäten neu zu setzen. Küper empfiehlt:

  • Bewusste Reduzierung der Arbeitszeit, um Raum für Familie und persönliche Interessen zu schaffen.
  • Reflexion über eigene Werte und Ziele, um Klarheit über das wirklich Wichtige zu gewinnen.
  • Integration von kleinen Auszeiten in den Alltag, wie das Lesen eines Buches am Nachmittag.
Sein Mantra lautet: "Zeit ist der Stoff, aus dem das Glück besteht" – ein Zitat, das auch im Kinofilm "Eine Million Minuten" mit Tom Schilling zentral ist.

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Implikationen für die moderne Arbeitswelt

Küpers Ansichten werfen ein kritisches Licht auf aktuelle Trends wie die ständige Erreichbarkeit und den Leistungsdruck. Er plädiert für eine Kultur der Lifestyle-Teilzeit, in der Beruf und Privatleben besser in Einklang gebracht werden. Dies könne nicht nur das individuelle Wohlbefinden steigern, sondern auch die Produktivität und Kreativität in Unternehmen fördern. Das Interview unterstreicht die Dringlichkeit, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und mehr Wert auf Lebensqualität zu legen.

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