Erstes Netzwerktreffen in Ueckermünde: Mehr Unterstützung für Kinder aus suchtbelasteten Familien
Netzwerktreffen für Kinder aus Suchtfamilien in Ueckermünde

Erstes Netzwerktreffen in Ueckermünde: Mehr Unterstützung für Kinder aus suchtbelasteten Familien

In Ueckermünde hat ein bedeutendes erstes Netzwerktreffen stattgefunden, das sich der Unterstützung von Kindern aus suchtbelasteten Familien widmet. Akteure aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Suchthilfe kamen zusammen, um ihre Zusammenarbeit zu stärken und bestehende Hilfsangebote weiterzuentwickeln. Das Treffen wurde auf Initiative der Fachambulanz für Alkohol- und Drogenkranke Vorpommern in Ueckermünde organisiert und fand im Klinikum Ueckermünde statt.

KipsFam-Netzwerk bündelt Kräfte für betroffene Kinder

Felix Naundorf, Pressesprecher der Ameos-Klinik in Ueckermünde, erläuterte, dass KipsFam ein bundesweites Netzwerk ist, das verschiedene Professionen wie Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Eingliederungs- und Suchthilfe sowie frühe Hilfen vereint. „KipsFam steht für Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien und zielt darauf ab, Akteure zu erfassen, zu bündeln und zusammenzubringen“, sagte Naundorf. Er betonte, dass Kinder in solchen Familien oft besonderen Belastungen ausgesetzt sind, die frühzeitige Unterstützung erfordern.

In einer Flächenregion wie Vorpommern-Greifswald sei eine enge Abstimmung der verschiedenen Akteure entscheidend, um passende Hilfsangebote zugänglich zu machen. Das Netzwerk umfasst die Regionen Wolgast, Greifswald, Pasewalk und Anklam, die sich nun gemeinsam für eine bessere Versorgung einsetzen.

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Fachlicher Austausch und Weiterentwicklung der Angebote

Im Mittelpunkt des Auftakttreffens stand der fachliche Austausch sowie die Weiterentwicklung bestehender Unterstützungsangebote, um Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen. Dr. Manfred Blütgen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, hielt einen Vortrag und erklärte: „Viele dieser Kinder und Jugendlichen brauchen verlässliche Ansprechpartner und frühzeitige Unterstützung. Wir sehen es als unsere Aufgabe, neben der Behandlung auch die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren aktiv zu fördern.“

Er unterstrich, dass nur durch gemeinsame Anstrengungen tragfähige Unterstützungsstrukturen entwickelt werden können. Das Treffen fand im Veranstaltungssaal auf dem Gelände der Ameos Klinik Ueckermünde statt und zog über 60 Fachkräfte an, die sich engagiert beteiligten.

Vorträge und gesellschaftliche Verantwortung

Mehrere Fachvorträge bereicherten das Programm. Kathrin Seemann, Leiterin der Regionalstelle VG, Nadine Krutki von der Ombudsstelle Mecklenburg-Vorpommern und Dr. Kristin Pomowski von der Landesfachstelle MV sprachen zu Themen wie Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten, intersektoraler Zusammenarbeit und der Weiterentwicklung zielgruppenspezifischer Angebote.

Stefan Fiedler, Krankenhausdirektor der Ameos-Kliniken in Anklam, Pasewalk und Ueckermünde, hob die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit psychischen Erkrankungen hervor. „Es geht darum, Lebenssituationen ganzheitlich zu betrachten und Angebote so zu gestalten, dass sie Familien in unterschiedlichen Lebenslagen erreichen“, sagte Fiedler. Er betonte die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu erreichen und ihnen verlässliche Unterstützung zu bieten.

Felix Naundorf fügte hinzu, dass mit der Ausrichtung des Treffens die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit in der Region unterstrichen wird. „Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu erreichen und ihnen gemeinsam verlässliche Unterstützung zu bieten“, so der Pressesprecher. Dieses erste Netzwerktreffen markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer besser koordinierten Hilfe für betroffene Familien in Vorpommern-Greifswald.

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