Valentinstag in Thüringen: Kirche bietet mehr als nur Paarsegnungen
Der Valentinstag am 14. Februar wird oft als rein kommerzielles Ereignis wahrgenommen, doch die Evangelische Kirche in Thüringen betont seine tiefere Bedeutung. Laut einer Sprecherin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) handelt es sich um einen Tag mit einer langen und bedeutsamen Entstehungsgeschichte, der ursprünglich Märtyrer wie Bischof Valentin ehrte, der im alten Rom für seine Liebe zu Gott hingerichtet wurde.
Vielfältige Angebote für alle
Die Kirche lädt zu besonderen Veranstaltungen ein, die über traditionelle Gottesdienste und Andachten hinausgehen. Im evangelischen Gemeindehaus Stadtmitte in Jena findet beispielsweise eine queersensible Paarsegnung statt, die bewusst inklusiv gestaltet ist. In der Hollenbacher Dorfkirche werden nicht nur Partner, sondern alle Lieblingsmenschen gefeiert, wie die EKM in einer Mitteilung erklärt.
Mit Live-Musik, Hochzeitssuppe und Liebesknochen wird der Valentinstag auch in Mühlhausen begangen. Ähnliche Veranstaltungen gibt es in allen Teilen Thüringens sowie in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Die Kirche betont, dass der Tag heute vor allem von Paaren genutzt wird, um ihre Liebe zueinander zu feiern, aber auch Singles und Familien willkommen sind.
Historischer Hintergrund und moderne Interpretation
Die lange Entstehungsgeschichte des Valentinstags reicht bis in die Antike zurück, wo Märtyrer wie Bischof Valentin geehrt wurden. Heute hat sich der Tag zu einem Fest der Liebe entwickelt, das die Kirche mit einem vielfältigen Programm unterstützt. Die Angebote sollen zeigen, dass der Valentinstag mehr ist als nur eine Erfindung der Industrie – er bietet Raum für spirituelle und gemeinschaftliche Momente.
Die Veranstaltungen in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern unterstreichen die Bedeutung des Tages für die Gemeinschaft. Die Kirche möchte damit ein Zeichen setzen, dass Liebe in all ihren Formen gefeiert werden kann, unabhängig von kommerziellen Aspekten.



