Eid al-Fitr: Ein globales Fest zum Ende des Ramadan
Der muslimische Fastenmonat Ramadan findet an diesem Wochenende mit dem großen Fest Eid al-Fitr seinen Abschluss. Dieses Ereignis, das das Fastenbrechen markiert, wird von Muslimen auf der ganzen Welt mit Gebeten, Familienbesuchen und festlichen Mahlzeiten zelebriert. Im Gegensatz zu christlichen Feiertagen wie Ostern hat Eid al-Fitr kein festes Datum im gregorianischen Kalender, sondern richtet sich nach dem islamischen Mondkalender. Da das islamische Jahr 354 Tage umfasst, verschiebt sich das Fest jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorn.
Vielfältige Feierlichkeiten rund um den Globus
In der Demokratischen Republik Kongo, genauer in Goma, versammelten sich junge Muslime im Unity Stadium, um nach dem Eid-al-Fitr-Gebet in traditionellen Kleidern aus gemustertem Stoff zu posieren. Ähnliche Szenen spielten sich in britischen Birmingham ab, wo Mädchen das Fastenbrechen mit einer Runde auf einem Fahrgeschäft feierten. In New Yorks Stadtbezirk Brooklyn beteten Gläubige vor einer Moschee, nachdem sie während des Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichtet hatten.
Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islam und wird nach vier Wochen Entbehrung mit großer Freude beendet. In Athen begannen die Feierlichkeiten mit einem gemeinsamen Gebet vor einer Moschee, während in Sri Vijaya Puram, der Hauptstadt der Andamanen und Nikobaren in Indien, Menschen am Vorabend auf Basaren einkauften. In Neu-Delhi folgten auf die Gebete Besuche bei Verwandten und Freunden, wobei festliche Essen den Höhepunkt bildeten.
Traditionen und kulturelle Besonderheiten
Kinder und Jugendliche erhalten oft Geschenke zu Eid al-Fitr, wie im kriegsgebeutelten Gazastreifen, wo die Feiern trotz schwieriger Umstände Anlass zur Freude boten. Palästinensische Mädchen sammelten zwischen Trümmern im Flüchtlingslager Bureidsch Blumen, während in Kano, Nigeria, Reiter an der traditionellen Hawan-Daushe-Pferdeprozession teilnahmen. Dieser Brauch, der bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, zeigt festlich gekleidete Würdenträger auf bunt geschmückten Pferden.
In Manila auf den Philippinen versammelten sich rund 5000 Muslime im Quezon Memorial Circle, um gemeinsam das Fastenbrechen zu feiern. In Mississauga, Kanada, schmückte Henna die Hände einer Frau, was zu den Bräuchen des Festes gehört. Zudem ist es im Islam üblich, Bedürftige zu unterstützen, was die soziale Dimension von Eid al-Fitr unterstreicht. In Indonesien, genauer in Bayongbong bei Garut, Westjava, beteten Muslime auf einem Feld mit dem Berg Cikuray im Hintergrund.
Die Feierlichkeiten verdeutlichen die kulturelle Vielfalt und globale Verbreitung des Islam. Trotz regionaler Unterschiede verbindet die gemeinsame Freude über das Ende des Fastens Muslime weltweit und fördert Gemeinschaft und Solidarität.



