Satirische Bewerbung: BILD-Kolumnist will für Donald Trump arbeiten
Der bekannte Journalist und tägliche BILD-Kolumnist Harald Martenstein (72) hat sich auf ungewöhnliche Weise bei dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump beworben. In seiner jüngsten Kolumne vom 07. April 2026 fragt er direkt: "Darf ich bei Ihnen Redenschreiber werden, bitte?" und begründet dies mit seiner Bewunderung für den einzigartigen Trump-Stil in der Diplomatiegeschichte.
Arbeitsproben mit provokanten Inhalten
Martenstein legt seiner Bewerbung gleich zwei konkrete Arbeitsproben bei, die den charakteristischen Trump-Ton satirisch auf die Spitze treiben. Für ein hypothetisches Friedensdinner mit einem iranischen Verhandlungspartner entwirft er einen Redeeinstieg, der mit drastischen Beleidigungen und martialischen Drohungen arbeitet, nur um dann abrupt zu einem scheinbar höflichen "Willkommen in Washington!" überzugehen.
Die zweite Probe zeigt eine fiktive Rede vor EU-Staatschefs, in der persönliche Kommentare über Kleidung und Herkunft der Anwesenden mit territorialen Forderungen vermischt werden. Besonders hervorsticht die absurde Tauschidee: Grönland gegen Sylt, wobei der Kolumnist selbstironisch einräumt, dass sein fiktiver Außenminister noch prüfen müsse, ob es sich bei den Adressaten um Finnen oder Belgier handle.
Huldigung eines einzigartigen Kommunikationsstils
Martenstein beschreibt den Trump-Stil als "zupackende Art", die den ehemaligen Präsidenten in Erinnerung bleiben lassen werde. Die gesamte Kolumne präsentiert sich als humorvolle Hommage an eine politische Rhetorik, die konventionelle diplomatische Gepflogenheiten bewusst ignoriert und durch Direktheit und Provokation ersetzt.
Die satirische Bewerbung endet mit der formalen Schlussformel "Yours Harald Martenstein", die den Kontrast zwischen der höflichen äußeren Form und den inhaltlich extremen Vorschlägen zusätzlich unterstreicht. Der Kolumnist demonstriert damit nicht nur sein Verständnis für Trumps kommunikative Strategien, sondern auch seine eigene Fähigkeit, diese stilistisch zu imitieren und zugleich kritisch zu reflektieren.



