Sprengung legt Bahnhof Tangerhütte lahm: Zugverkehr stark beeinträchtigt
In der Nacht zu Montag haben unbekannte Täter am Bahnhof in Tangerhütte im Landkreis Stendal einen gewaltsamen Anschlag verübt. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurden gegen 3 Uhr morgens zwei Fahrkartenautomaten durch Explosionen gesprengt. Die Tat führte zu erheblichen Einschränkungen im Bahnbetrieb und erforderte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen.
Bahnhof zeitweise komplett gesperrt
Als direkte Folge der Sprengungen wurde der Bahnhof Tangerhütte zwischenzeitlich vollständig gesperrt. Die Bundespolizei begründete diese Maßnahme mit der notwendigen Überprüfung, ob noch Reste von Sprengstoff an der Tatstelle vorhanden seien. Erst im Laufe des Vormittags konnte ein Gleis wieder freigegeben werden, während andere Bereiche weiterhin abgesperrt blieben.
Die Ermittler rechneten damit, dass der Bahnhof schrittweise wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden kann. Die genaue Schadenshöhe und ob bei der Tat Geld erbeutet wurde, sind laut Polizeiangaben noch unklar. Die Sprengungen stellen einen schwerwiegenden Eingriff in die öffentliche Infrastruktur dar und werfen Fragen nach dem Motiv der Täter auf.
Zugverkehr zwischen Stendal und Schönebeck massiv gestört
Die Sperrungen am Bahnhof Tangerhütte hatten unmittelbare Auswirkungen auf den regionalen Zugverkehr. Betroffen waren insbesondere die Linie S1 und der RE20 zwischen Stendal und Schönebeck-Bad Salzelmen. Am Montagmorgen fand der Zugverkehr nur eingeschränkt statt, teilweise mussten Passagiere auf Schienenersatzverkehr umsteigen.
Die Deutsche Bahn reagierte auf die Vorkommnisse mit angepassten Fahrplänen und informierte Reisende über die aktuellen Einschränkungen. Die Behinderungen im Bahnverkehr dürften vor allem Pendler und tägliche Nutzer der Strecke getroffen haben, die mit Verspätungen und Umleitungen rechnen mussten.
Ermittlungen der Bundespolizei laufen
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen und sucht nach Zeugen, die in der Nacht zu Montag verdächtige Beobachtungen im Bereich des Bahnhofs Tangerhütte gemacht haben könnten. Die Sprengung von Fahrkartenautomaten ist kein alltägliches Delikt und erfordert spezielle kriminaltechnische Untersuchungen.
Die Polizei prüft unter anderem, mit welchem Sprengstoff die Täter gearbeitet haben und ob es sich um einen gezielten Angriff auf die Bahninfrastruktur handelte. Die Sicherheitsbehörden stehen vor der Herausforderung, solche Vorfälle künftig zu verhindern und die Aufklärung schnell voranzutreiben.



