Landgericht Frankfurt (Oder) verurteilt Täter zu mehrjährigen Haftstrafen
Das Landgericht in Frankfurt (Oder) hat mehrere junge Männer und Jugendliche wegen schwerer Raubtaten gegen homosexuelle Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein 19-jähriger Angeklagter erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren und acht Monaten, da er mit den Taten gegen Bewährungsauflagen aus einer früheren Straftat verstoßen hatte. Ein 20-jähriger Mittäter muss für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Zwei weitere Täter wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt, einer erhielt eine Verwarnung.
Taten über Dating-App geplant
Die fünf Angeklagten im Alter zwischen 16 und 20 Jahren hatten auf Dating-Apps Profile erstellt und gezielt homosexuelle Männer angeschrieben. Sie gaben vor, an einem Treffen interessiert zu sein, und lockten ihre Opfer an entlegene Orte. Dort schlugen sie die Männer zusammen, beraubten und erniedrigten sie. Die Taten filmten sie regelmäßig. Vor Gericht gestanden die Angeklagten die Taten.
Das Gericht stellte fest, dass kein Netzwerk oder politischer Hintergrund vorlag. Aufgrund des jungen Alters der Angeklagten wurde die Öffentlichkeit vom Großteil des Prozesses ausgeschlossen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.



