Pyro-Unfall in Ludwigslust: Zwei Kinder schwer verletzt - Sprengkörper explodieren in Händen
Pyro-Unfall in Ludwigslust: Kinder schwer verletzt

Schwerer Pyro-Unfall in Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Kinder lebensgefährlich verletzt

Ein schrecklicher Vorfall hat sich am Sonntagnachmittag im Landkreis Ludwigslust-Parchim ereignet. Zwei Kinder im Alter von neun und zehn Jahren wurden schwer verletzt, als Pyrotechnik in ihren Händen explodierte. Die dramatischen Geschehnisse spielten sich an einem kleinen Teich zwischen den Ortschaften Neu Krenzlin und Göhlen ab.

Explosion zerfetzt Hände des neunjährigen Jungen

Laut Polizeiangaben erlitt der neunjährige Junge so schwere Verletzungen an beiden Händen, dass er diese wahrscheinlich verlieren wird. Das zehnjährige Mädchen zog sich schwerste Brandverletzungen im Gesicht und an den Fingern zu. Polizeihauptkommissar Felix Zgonine bestätigte gegenüber Medien: „Beide sind aber außer Lebensgefahr, sie wurden sofort mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht.“

Die Kinder, die nicht miteinander verwandt sind, hatten offenbar mit Pyrotechnik gespielt, als die Sprengkörper unerwartet detonierten. Augenzeugen, die gegen 14.45 Uhr die schreckliche Szene entdeckten, alarmierten umgehend Polizei und Rettungsdienst.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Großangelegte Rettungs- und Suchaktion

Die Einsatzkräfte starteten eine umfangreiche Rettungsaktion. Neben mehreren Rettungswagen und Polizeifahrzeugen waren auch ein Polizeihubschrauber und Drohnen im Einsatz. Diese durchsuchten das Gelände systematisch nach weiteren möglicherweise verletzten Kindern, die beim Unfall anwesend gewesen sein könnten.

An dem idyllisch gelegenen Teich, der mit Bänken und einem kleinen Unterstand ausgestattet ist, fanden die Beamten lediglich noch Reste der explodierten Pyrotechnik. Diese sichergestellten Überreste werden nun forensisch untersucht, um genauere Erkenntnisse über die Art der Sprengkörper zu gewinnen.

Herkunft der Pyrotechnik völlig unklar

Ein zentrales Rätsel für die Ermittler bleibt die Herkunft der gefährlichen Pyrotechnik. Es ist bisher völlig unklar, woher die Kinder die Sprengkörper hatten und ob es sich dabei möglicherweise um Silvesterböller handelte. Polizeihauptkommissar Zgonine erklärte: „Die Beamten vor Ort konnten nur noch Teile sicherstellen, die jetzt untersucht werden.“

Die Polizeiinspektion Ludwigslust hat umgehend Ermittlungen aufgenommen und sucht dringend nach Zeugen. Besonders Personen, die sich zwischen 14 und 15.30 Uhr in dem Bereich zwischen Neu Krenzlin und Göhlen aufgehalten haben, werden gebeten, sich zu melden.

Appell an die Bevölkerung

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei den Ermittlungen. Wer in dem genannten Zeitraum Beobachtungen gemacht hat oder Informationen zur Herkunft der Pyrotechnik besitzt, kann sich unter der Telefonnummer 03874-4110 bei der Polizeiinspektion Ludwigslust melden. Jeder noch so kleine Hinweis könnte entscheidend für die Aufklärung dieses tragischen Vorfalls sein.

Der Unfall wirft erneut ernste Fragen zum Umgang mit Pyrotechnik und der Sicherheit von Kindern auf. Während die beiden verletzten Kinder nun in spezialisierten Krankenhäusern behandelt werden, bleiben ihre Familien und die gesamte Region unter Schock zurück.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration