Prozess in Neubrandenburg: Vorwurf des versuchten Mordes nach Frontalcrash
Prozess: Versuchter Mord nach Frontalcrash in Waren

Prozess in Neubrandenburg: Vorwurf des versuchten Mordes nach schwerem Frontalcrash

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat einen 28-jährigen Mann wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes angeklagt. Der Prozess beginnt am 14. April 2026 vor dem Landgericht Neubrandenburg. Hintergrund ist ein schwerer Verkehrsunfall, der sich Anfang 2025 in Waren an der Müritz ereignete.

Absichtliche Kollision mit Ex-Partnerin?

Laut Anklage soll der Beschuldigte, ein Kosovare, der zuletzt in Baden-Württemberg lebte, die Kollision absichtlich herbeigeführt haben. Er habe im Gegenverkehr seine damalige Partnerin erkannt, mit der er eine konfliktbelastete On-Off-Beziehung führte. Anschließend habe er den Entschluss gefasst, einen Frontalzusammenstoß zu verursachen, wobei er den Tod der Frau zumindest billigend in Kauf genommen habe.

Der Mann soll sein Fahrzeug auf etwa 80 Kilometer pro Stunde beschleunigt und gezielt auf die Gegenfahrbahn gelenkt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln gehandelt zu haben. Neben dem Vorwurf des versuchten Mordes wird ihm auch gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Last gelegt.

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Schwere Verletzungen und lange Untersuchungshaft

Die Frau erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen und musste für einen längeren Zeitraum in ein Wachkoma versetzt werden. Ihre Genesung verläuft langwierig und ist noch nicht abgeschlossen. Der Beschuldigte befindet sich seit Ende November 2025 in Untersuchungshaft und wird demnächst vor Gericht gestellt.

Der Prozessauftakt ist für den 14. April 2026 terminiert, mit sieben weiteren Verhandlungsterminen bis Anfang Mai. Das Landgericht Neubrandenburg hat die Anklageschrift bereits veröffentlicht und erwartet eine aufsehenerregende Verhandlung. Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen Tat aus, was den Fall besonders gravierend macht.

Weitere Details zum Prozessverlauf

Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage auf umfangreiche Beweismittel, darunter:

  • Gutachten zur Fahrzeuggeschwindigkeit und zum Unfallhergang
  • Aussagen von Zeugen und technischen Sachverständigen
  • Dokumentation der Beziehung zwischen Beschuldigtem und Geschädigter

Der Fall wirft Fragen zur Verkehrssicherheit und zu zwischenmenschlichen Konflikten auf, die in Gewalt eskalieren. Die Verhandlung wird voraussichtlich mediale Aufmerksamkeit erregen, da sie ein seltenes Beispiel für einen mutmaßlich absichtlich herbeigeführten Verkehrsunfall mit Tötungsabsicht darstellt.

Die Öffentlichkeit und die Justizbehörden verfolgen den Prozess mit großem Interesse, da er nicht nur strafrechtliche, sondern auch psychologische und soziale Aspekte beleuchtet. Ein Urteil wird nach Abschluss der Verhandlungen im Mai erwartet.

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