Prozess um tödliche Messerattacke in Rathenow: Neuneinhalb Jahre Haft für Ex-Mann
Messerattacke in Rathenow: Ex-Mann zu 9,5 Jahren Haft verurteilt

Prozess um tödliche Messerattacke in Rathenow: Neuneinhalb Jahre Haft für Ex-Mann

Das Landgericht Potsdam hat einen 51-jährigen Mann wegen Totschlags an seiner Ex-Ehefrau zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die tödliche Messerattacke ereignete sich im Juni 2025 in einem Imbiss in Rathenow, der von der Frau betrieben wurde. Das Urteil ist nach Angaben des Gerichts noch nicht rechtskräftig und trägt das Aktenzeichen 21 Ks 11/25.

Details zur Tat und den Umständen

Laut der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte, ein vietnamesischer Staatsbürger, seiner ehemaligen Ehefrau mit einem Küchenmesser fünfmal in den Oberkörper gestochen haben. Die 13 Zentimeter lange Klinge verletzte dabei die Lunge und mehrere innere Organe schwer. Die Frau erlitt innere Blutungen und verstarb später im Krankenhaus. Die Tat geschah nach Angaben des Mannes im Affekt, nachdem es zu einem heftigen Streit gekommen war.

Im Prozess, der im März begann, schilderte der Angeklagte wiederkehrende Konflikte und Erniedrigungen in der Beziehung. Er gab an, dass seine Frau ihn über längere Zeit „wie einen Hund“ behandelt habe und er für sie „wie ein Sklave“ unentgeltlich in ihrem Imbiss gearbeitet habe. Zudem berichtete er von ständigem Schimpfen, etwa wegen zu langsamer Arbeit, und äußerte die Angst, von der Familie der Ex-Frau vergiftet zu werden.

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Ablauf des Prozesses und Aussagen des Angeklagten

Der Mann erklärte vor Gericht, dass die Tat ausbrach, als seine Ex-Frau im Streit drohte, ihm die gemeinsamen Kinder vorzuenthalten. An die genauen Umstände der Messerattacke konnte er sich nach eigener Darstellung nicht erinnern. Ursprünglich waren für den Prozess weitere Verhandlungstage angesetzt, die jedoch aufgehoben wurden, nachdem das Gericht die Beweisaufnahme abgeschlossen hatte.

Das Landgericht Potsdam wertete die Tat als Totschlag und verhängte die Haftstrafe von neuneinhalb Jahren. Die Entscheidung unterstreicht die Schwere der Gewalttat, die in einem lokalen Gewerbe in Rathenow stattfand und tragische Folgen hatte. Die Gemeinde und die Justizbehörden bleiben wachsam im Umgang mit solchen Fällen häuslicher Gewalt.

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