Long-Island-Serienkiller gesteht acht Morde: Architekt bekennt sich schuldig
Long-Island-Serienkiller gesteht acht Morde

Long-Island-Serienkiller gesteht acht Morde: Architekt bekennt sich schuldig

Rund 16 Jahre nach den ungeklärten Leichenfunden auf der New Yorker Insel Long Island hat ein Familienvater acht Morde gestanden. Der 62-jährige Rex H. bekannte sich am Mittwoch vor einem Gericht im Bundesstaat New York schuldig, zwischen 1993 und 2010 sieben Frauen entführt, gefoltert und getötet zu haben. Laut der New York Times gestand er zudem einen achten Mord, der ihm bisher nicht zur Last gelegt worden war. H. droht nun eine lebenslange Haftstrafe.

Die Gilgo-Beach-Morde: Ein landesweiter Schock

Die sogenannten Gilgo-Beach-Morde hatten in den USA ab dem Jahr 2010 landesweit für Aufsehen gesorgt. An einer Schnellstraße nahe dem Strand an der Südküste von Long Island waren damals die sterblichen Überreste von insgesamt elf Mordopfern entdeckt worden. Dabei handelte es sich um neun Frauen, einen Mann und ein Mädchen. Die Frauen waren überwiegend als Sexarbeiterinnen tätig gewesen, was den Fall besonders grausam erscheinen ließ.

Ermittlungen und Festnahme nach mehr als einem Jahrzehnt

Mehr als zehn Jahre nach den Leichenfunden tappten die Ermittler im Dunkeln, bis im Juli 2023 der auf Long Island lebende H. vor seinem Büro in Manhattan festgenommen wurde. Die Polizei fand heraus, dass eines der Opfer in einem Fahrzeug gesehen wurde, das auf den Verdächtigen zugelassen war. Zunächst plädierte der Architekt auf nicht schuldig, doch die Beweislage war erdrückend.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Beweise: Handydaten, DNA und verdächtige Suchanfragen

Die Polizei wertete umfassende Handydaten aus und konnte aufgrund neuer DNA-Tests an den Leichen gefundene Haare H. zuordnen. Der zweifache Vater suchte im Internet zudem Hunderte Male nach den Ermittlungen und stellte Fragen wie "Warum wurde der Long-Island-Serienkiller nicht gefasst?". Diese Suchanfragen lieferten weitere Hinweise auf seine Schuld. Zudem fand die Polizei heraus, dass seine Ehefrau stets verreist war, als sich die Morde ereigneten, was auf eine gezielte Planung hindeutet.

Kulturelle Rezeption und Abschluss des Falls

Der mysteriöse Fall war die Grundlage für den Netflix-Film "Lost Girls" aus dem Jahr 2020, der die Ereignisse dramatisch aufarbeitete. Nach über einem Jahrzehnt der Suche und Ermittlungen hat sich nun der "Dünenkiller" schuldig bekannt, was den Fall vorerst abschließt. Die Opfer und ihre Familien erhalten damit eine späte Gerechtigkeit, während H. mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen muss.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration