Großbrand vernichtet Strohlager und Halle bei Plau am See – Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Plau am See • Ein verheerendes Feuer hat in der Nacht zum Freitag im Norden von Plau am See im Landkreis Ludwigslust-Parchim eine große Strohmiete und Teile einer landwirtschaftlichen Lagerhalle komplett zerstört. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einem Verdacht der Brandstiftung aus, wie ein Sprecher der Behörde am Freitag mitteilte.
Feuerwehr-Einsatz in der Nacht
Der Brand war am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr auf dem Landgut im Hopfensoll ausgebrochen, das in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 103 liegt. Rund 30 Feuerwehrleute von vier Wehren der Region rückten mit mehreren Einsatzfahrzeugen an, konnten das Niederbrennen der Strohmiete mit etwa 220 großen Ballen jedoch nicht mehr verhindern.
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich darauf, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern und das Feuer schließlich in den frühen Morgenstunden vollständig zu löschen. Nach aktuellen Erkenntnissen sind bei dem Vorfall keine Menschen oder Tiere zu Schaden gekommen, was die Feuerwehr als großen Erfolg wertet.
Hoher Sachschaden und Ermittlungen
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 20.000 Euro. Dieser Betrag umfasst die vollständig zerstörte Strohmiete sowie die beschädigten Teile der angrenzenden landwirtschaftlichen Lagerhalle. Was genau das Feuer ausgelöst hat, ist bisher noch unklar.
Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen und werden in den kommenden Tagen die Brandstelle genau untersuchen, um mögliche Spuren zu sichern und die Ursache des Feuers zweifelsfrei zu klären. Der Verdacht der Brandstiftung steht im Raum, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.
Lage des Brandortes
Das betroffene Landgut Hopfensoll liegt im Norden des Luftkurortes Plau am See. Die Bundesstraße 103 führt in Richtung Karow direkt an der Brandstelle vorbei und passiert dabei auch eine nahegelegene Tankstelle. Die genaue Lage hat möglicherweise dazu beigetragen, dass der Brand schnell entdeckt und gemeldet werden konnte.
Die örtlichen Behörden appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei zu melden. Weitere Informationen zu den Ermittlungen werden erwartet, sobald die Spezialisten ihre Arbeit abgeschlossen haben.



