FBI verhaftet mutmaßliche Waffenhändlerin des Iran in Los Angeles
FBI verhaftet mutmaßliche Waffenhändlerin des Iran

Luxusleben in Kalifornien: FBI nimmt mutmaßliche Waffenhändlerin des Iran fest

Ein Leben voller Luxus und teurer Autos in den USA ist für Shamim Mafi (44) vorerst beendet. Die Iranerin wurde am vergangenen Samstagabend am Flughafen von Los Angeles vom FBI festgenommen. Der Vorwurf lautet auf Waffenschmuggel im Auftrag des iranischen Regimes, wie die Zeitung „New York Post“ berichtet.

Schicke Fotos und teure Autos täuschten über kriminelle Aktivitäten hinweg

In den sozialen Netzwerken präsentierte sich Shamim Mafi als wohlhabende Geschäftsfrau. Sie lebte im exklusiven Stadtteil Woodland Hills von Los Angeles, fuhr ein Mercedes-Cabrio und zeigte sich in eleganten Kleidern. Doch hinter diesem glamourösen Fassade verbarg sich laut Ermittlern ein dunkles Geschäft: Die Finanzierung dieses Lebensstils soll aus Geldern des iranischen Regimes stammen.

US-Staatsanwalt Bill Essayli erklärte: „Ihr wird vorgeworfen, den Verkauf von Drohnen, Bomben, Bombenzündern und Millionen Schuss Munition vermittelt zu haben, die vom Iran hergestellt und an den Sudan verkauft wurden.“ Die mutmaßlichen Waffengeschäfte sollen im engen Kontakt mit dem iranischen Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit abgewickelt worden sein.

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Unternehmensgründung in den USA mit iranischen Geldern

Laut Gerichtsakten, die der „New York Post“ vorliegen, erhielt Mafi nicht nur Anweisungen von der iranischen Behörde, sondern auch finanzielle Mittel für die Gründung eines Unternehmens in den USA. Über diese Firma sollen die illegalen Waffendeals abgewickelt worden sein. Warum die Iranerin diese Geschäfte ausgerechnet von den Vereinigten Staaten aus betrieb, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen des FBI laufen auf Hochtouren.

Fest steht jedoch, dass Shamim Mafi regelmäßig in die Türkei reiste. Auch bei ihrer Festnahme war sie auf dem Weg nach Istanbul. Die Verdächtige besitzt seit 2016 eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für die USA, die sogenannte Greencard.

Milliardengeschäft mit Drohnen und Munition

Zu den mutmaßlichen Geschäften zählt ein besonders lukrativer Deal: Ein Waffengeschäft im Wert von mehr als 70 Millionen US-Dollar für iranische Mohajer-6-Drohnen. Diese sollen zusammen mit 55.000 Zündern an das sudanesische Verteidigungsministerium geliefert worden sein. Der Sudan befindet sich seit 2023 in einem blutigen Bürgerkrieg, was die Lieferung besonders brisant macht.

Shamim Mafi sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung drohen der Iranerin bis zu 20 Jahre Haft in einem Bundesgefängnis. Die Anklage beruht auf Verstößen gegen internationale Notstandsgesetze, die den Waffenhandel mit bestimmten Regimen unter Strafe stellen.

Das luxuriöse Leben in Kalifornien, das durch schicke Fotos in sozialen Netzwerken dokumentiert wurde, steht in krassem Gegensatz zu den schwerwiegenden Vorwürfen. Während sie sich öffentlich in teurer Kleidung präsentierte, soll sie im Hintergrund tödliche Waffengeschäfte für das iranische Regime organisiert haben. Die Festnahme am Flughafen von Los Angeles markiert einen vorläufigen Endpunkt dieser Doppelexistenz.

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