Ex-Signa-Manager in Berlin wegen Untreue-Verdacht festgenommen - Millionen-Verschiebung
Ex-Signa-Manager in Berlin wegen Untreue-Verdacht festgenommen

Ex-Signa-Manager in Berlin wegen Untreue-Verdacht festgenommen

Im Zusammenhang mit der Insolvenz von Unternehmen der Signa-Gruppe des österreichischen Immobilieninvestors René Benko hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen 49-jährigen ehemaligen Manager verhaften lassen. Der Mann steht unter dringendem Verdacht der Untreue in insgesamt vier Fällen, wie die Behörden mitteilten.

Vorwurf: Unbefugte Millionen-Transfers

Der Beschuldigte soll als Manager für mehrere Firmen der Signa-Gruppe in Deutschland und Österreich tätig gewesen sein. Im Jahr 2023 übernahm er die Verantwortung für eine neu gegründete Gesellschaft, die mit der Weiterentwicklung einer Immobilie beauftragt war. Diese Firma erhielt zweckgebundene Darlehen in einer Gesamthöhe von zehn Millionen Euro.

Laut Ermittlungen soll der 49-Jährige zwischen Januar und Mai 2023 in vier separaten Überweisungen Geldbeträge an andere Gesellschaften der Signa-Gruppe transferiert haben. Diese Transaktionen erfolgten ohne Wissen und Genehmigung der Darlehensgeber. Ein Großteil der verschobenen Gelder soll bis heute nicht zurückgezahlt worden sein.

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Ermittlungen und Haftbedingungen

Das Landeskriminalamt Berlin führte umfangreiche Ermittlungen durch, die Folgendes umfassten:

  • Vernehmung zahlreicher Zeugen
  • Auswertung mehrerer Millionen E-Mails
  • Analyse von Bank-, Vertrags- und Buchhaltungsunterlagen

Zudem kooperierten die Berliner Behörden intensiv mit der Staatsanwaltschaft München und der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien.

Der Haftbefehl gegen den Beschuldigten wurde gegen strenge Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt. Das bedeutet, dass sich der Mann nicht in Untersuchungshaft befindet, sondern unter strengen Auflagen freigelassen wurde.

Hintergrund: Die Signa-Gruppe und René Benko

René Benko, der Gründer der Signa-Gruppe, steht selbst unter Verdacht, Vermögenswerte verheimlicht zu haben. Dies soll verhindert haben, dass Gläubiger, Insolvenzverwalter und Behörden Zugriff auf diese Assets erhielten.

Zur Signa-Gruppe gehörten in Berlin bedeutende Einzelhandelsunternehmen:

  • Das Luxuskaufhaus KaDeWe
  • Mehrere Filialen des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof

Die Insolvenz dieser Unternehmen hat weitreichende wirtschaftliche und rechtliche Konsequenzen nach sich gezogen, wobei die aktuellen Ermittlungen gegen den Ex-Manager einen weiteren Baustein in diesem komplexen Fall darstellen.

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