Bei der Tischtennis-Team-Weltmeisterschaft in London hat eine Spielerin aus Taiwan einen schwerwiegenden Belästigungsvorwurf gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitspersonals erhoben. Der Weltverband ITTF bestätigte den Vorfall und spricht in einer Stellungnahme von einem „unangemessenen Körperkontakt“. Eine umfassende Untersuchung zur Aufklärung des Sachverhalts und zum Schutz der Athletinnen sei bereits in Zusammenarbeit mit dem Londoner Organisationskomitee (LOC) eingeleitet worden.
Vorfall am Samstag beim Gruppenspiel gegen Südkorea
Der Vorfall soll sich bereits am vergangenen Samstag ereignet haben, als die taiwanischen Spielerinnen die Wembley Arena für ihr erstes Gruppenspiel gegen Südkorea (3:1) betreten wollten. Dabei wurden sie wie üblich einem Sicherheitscheck unterzogen. Die Cheftrainerin Cheng Chia-chi schrieb auf der Plattform X von einer „äußerst ernsten und inakzeptablen Situation“ und deutete sogar „Anzeichen für mögliche sexuelle Belästigung“ an.
Reaktionen des taiwanischen Verbandes
Der taiwanische Tischtennis-Verband CTTTA machte den Vorfall auf seiner Internetseite öffentlich und forderte den Weltverband zu einer gründlichen Ermittlung auf. Die betroffene Spielerin kam bei dieser WM nicht mehr zum Einsatz. Ihr Team schied einen Tag vor einem möglichen Viertelfinal-Duell mit den Europameisterinnen aus Deutschland mit 2:3 gegen Hongkong aus.
Stellungnahme des Weltverbandes ITTF
Der Weltverband ITTF betonte in einer schriftlichen Erklärung: „Jeder Athlet hat das Recht, sich jederzeit und überall sicher, respektiert und geschützt zu fühlen. Das Beschriebene ist völlig inakzeptabel.“ Weiter heißt es: „Wir möchten ganz klarstellen: Die Sicherheit und Würde unserer Athleten sind nicht verhandelbar.“ Die ITTF sicherte zu, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



