Massiver Notrufmissbrauch in Radegast: Mann alarmiert Polizei 100 Mal ohne Grund
Am Ostermontag kam es in Radegast zu einem besonders gravierenden Fall von Notrufmissbrauch. Ein Mann wählte etwa 100 Mal die Notrufnummer 112, ohne dass eine erkennbare Notlage vorlag. Die Polizei leitete daraufhin ein Strafverfahren gegen den Anrufer ein.
Polizei muss trotzdem ausrücken
Die Rettungsleitstelle Anhalt-Bitterfeld wurde am Morgen des Ostermontags durch die zahlreichen Anrufe massiv belastet. Eine Notlage sei bei keinem der rund 100 Anrufe erkennbar gewesen, teilte die Polizei in einer offiziellen Stellungnahme mit. Dennoch entschieden sich die Beamten, zu dem Mann nach Radegast zu fahren.
„Wir sind auch vor Ort erschienen, um eine mögliche Gefährdungslage seiner Person auszuschließen“, erklärte ein Polizeisprecher. Bei dem Einsatz konnte zwar keine Kontaktaufnahme mit dem Mann gelingen, doch die Beamten stellten fest, dass er sich augenscheinlich in einem unversehrten Zustand befand.
Konsequenzen für den Anrufer
Wegen des massiven Missbrauchs der Notrufnummer leitete die Polizei umgehend ein Strafverfahren gegen den Mann ein. Derartige Fälle binden wichtige Rettungskräfte und können im Ernstfall lebenswichtige Einsätze verzögern.
Die Polizei betont, dass die Notrufnummer 112 ausschließlich für echte Notfälle reserviert ist. Jeder Missbrauch wird konsequent verfolgt und kann mit empfindlichen Strafen geahndet werden. In diesem Fall wurden durch die etwa 100 unnötigen Anrufe wertvolle Kapazitäten der Rettungsleitstelle blockiert.



