Wittenberge feiert Richtfest für neue Kegelhalle im Veritas-Park
Richtfest für neue Kegelhalle in Wittenberge

Neue Kegelhalle in Wittenberge: Richtfest im Veritas-Park gefeiert

Wittenberge feiert ein sportliches Comeback: Nach Jahren ohne eigene Kegelbahn wird im Veritas-Sportpark eine moderne Kegelhalle errichtet. Am Donnerstag fand das offizielle Richtfest für den Neubau statt, der bereits im Sommer eröffnen soll. Die Stadt und der Boxsportverein Veritas e.V. zeigten sich erleichtert über den Baufortschritt.

Tradition wird wiederbelebt

„Wittenberge war beim Kegeln immer ganz vorne mit dabei“, betonte Mike Balzuweit, Vorsitzender des Boxsportvereins Veritas, während des Richtspruchs. „Wir wollen versuchen, an diese Tradition wieder anzuknüpfen.“ Seitdem die „Funtasy World“ das Gebäude am Ernst-Thälmann-Stadion übernommen hat, fehlte der Stadt eine eigene Kegelstätte. Die Wittenberger Kegler mussten bisher nach Perleberg oder zu anderen Standorten ausweichen.

Karsten Korup (SPD), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, hob die Bedeutung des Standorts hervor: „Der Veritas-Park ist ein traditionsreicher Ort. Ich habe hier selbst Schulsport gemacht.“ Er lobte den Boxsportverein für dessen Engagement in der Jugendarbeit und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen.

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Fördergelder ermöglichen den Bau

Constanze Stehr, stellvertretende Bürgermeisterin von Wittenberge, dankte dem Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb der Stadt (KSTW) sowie dem Verein für die erfolgreiche Akquise von Fördermitteln. „Das ist ein deutliches Zeichen, dass Vereinsarbeit in Wittenberge funktioniert“, erklärte sie. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 703.000 Euro.

Die Finanzierung setzt sich wie folgt zusammen:

  • 75 Prozent der Kosten werden aus dem „Goldenen Plan Brandenburg“ gedeckt, einem Förderprogramm für Sportanlagen.
  • Die restlichen 176.000 Euro trägt die Stadt aus Eigenmitteln.

Der Landessportbund Brandenburg und der Kreissportbund Prignitz haben sich aktiv für die Förderung eingesetzt.

Baubeschreibung und Nutzungskonzept

Die Bauarbeiten begannen im Januar, wurden jedoch zunächst durch strengen Frost verzögert. Die neue Kegelhalle umfasst:

  1. Vier moderne Bundeskegelbahnen, die um das Bestandsgebäude herumführen.
  2. Eine Außenhülle aus Stahlkonstruktion mit Sandwichplatten.
  3. Sanierte Sanitäranlagen im Bestandsbau.
  4. Einen separaten, barrierefreien Eingang.

Der Boxsportverein Veritas, der das Gelände von der Stadt gepachtet hat, wird die Anlage betreiben. Ein langfristiger Pachtvertrag bis 2042 sichert die Nutzung. Mit etwa 180 Mitgliedern übernimmt der Verein auch die Rolle des Bauherrn.

„Man muss ein bisschen verrückt sein, um dieses Projekt durchzuziehen“, gestand Balzuweit, der seit 1973 im Verein aktiv ist und seit 1996 als Vorsitzender amtiert. Die neue Kegelhalle soll nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern allen Sportbegeisterten offenstehen und die Kegeltradition in Wittenberge nachhaltig stärken.

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