Schulgebäude in Torgelow bleibt auch nach den Winterferien dicht
An der Regionalen Schule Albert Einstein in Torgelow wird auch nach den Winterferien extern unterrichtet. Wegen Lieferproblemen werden die Bauarbeiten nicht rechtzeitig fertig, sodass das Schulgebäude weiterhin nicht genutzt werden kann.
Lieferengpässe beim Baumaterial verzögern Fertigstellung
Bereits seit dem 20. Januar ist das Schulgebäude in der Albert-Einstein-Straße in Torgelow verwaist. Bauamtsleiter Toni Port informierte im jüngsten Bauausschuss, dass dies auch nach den Winterferien so bleiben wird. „Weil im Gebäude gebaut wird, konnte bisher der Unterricht nicht darin stattfinden. Der Hintergrund der Maßnahme sind Lieferengpässe“, erklärte Port.
Alle Gewerke seien personell verstärkt worden, um die Bauarbeiten rechtzeitig abzuschließen. „Nun stoßen wir aber an die Grenzen der Lieferkette. Selbst einfache Teile für den Trockenbau sind nicht rechtzeitig verfügbar. Hier beträgt die Lieferzeit derzeit zwei Wochen. Das wirft uns natürlich zurück“, machte der Bauamtsleiter deutlich.
Sicherheitsbedenken und externe Unterrichtsorganisation
„Der ganze Flurbereich ist derzeit eine Baustelle. Hier ist die Sicherheit der Schüler nicht gewährleistet“, betonte Port. Bislang sei vier Stunden täglich extern unterrichtet worden. Die Schule prüfe nun, inwieweit es möglich ist, den Unterricht nach den Ferien auf fünf oder sechs Stunden auszuweiten.
„Gemeinsam mit dem Schulrat und der Schulleitung haben wir jetzt die Entscheidung getroffen, dass wir die externe Beschulung noch bis zum 13. März fortführen werden“, so Toni Port. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass einzelne Bereiche in der Schule nach Fertigstellung der Baumaßnahmen möglicherweise schon eher geöffnet werden können. „Generell wird aber der Unterricht weiterhin außerhalb der Schule stattfinden.“
Verschiedene Ersatzräume in Torgelow genutzt
Der Unterricht findet in folgenden Ersatzräumen statt:
- Volkssporthalle und angrenzende Räumlichkeiten
- Regionales Berufliches Bildungszentrum
- Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr
- Mehrgenerationshaus
- Turnhalle
Alte Lärmschutzdämmung ohne Gesundheitsgefahr
Vom Personalrat der Lehrerschaft wurden Bedenken wegen mancher der alten Baustoffe geäußert. „Von den freigelegten Decken in den Fluren und manchen Räumen hingen textile Fasern herunter. Diese Bedenken haben wir ernst genommen und eine gutachterliche Beprobung der Fasern veranlasst“, informierte Bauamtsleiter Port.
Dabei handele es sich um Schallschutzplatten, die damals in Flurbereichen, Werk- und Musikräumen verbaut wurden. „Im Ergebnis weist das Gutachten aus, dass es sich bei dem Material um die Reste einer textilen Lärmschutzdämmung handelt, von der keine Gefährdung für die Nutzer der betreffenden Räume ausgeht“, stellte Toni Port klar.
Die Situation zeigt, wie Lieferengpässe im Baubereich auch den Schulbetrieb beeinträchtigen können. Die Schule und die Behörden arbeiten daran, den Unterrichtsbetrieb trotz der Herausforderungen bestmöglich aufrechtzuerhalten.



