Millionenprojekt in Penkun: Neubau der Gemeinschaftsschule kurz vor Fertigstellung
In Penkun nimmt das ambitionierte Bauprojekt an der zukünftigen Dreiländereck-Gemeinschaftsschule konkrete Formen an. Während von außen in den vergangenen Wochen wenig Veränderung sichtbar war, laufen im Inneren die Arbeiten auf Hochtouren. Ein Rundgang mit Bürgermeisterin Antje Zibell (Werteunion) und dem ehrenamtlichen Bauleiter Eckart Rothe offenbarte beeindruckende Fortschritte.
Anbau steht vor Vollendung
„Im Neubau sind wir schon ziemlich weit“, erklärt Eckart Rothe mit sichtlichem Stolz. „Die Malerarbeiten sind fast abgeschlossen, Trockenbau und Decken sind ebenfalls nahezu fertiggestellt.“ Bereits in der übernächsten Woche soll der Bodenleger mit seiner Arbeit beginnen, was diesen Bauabschnitt im Wesentlichen abschließen würde. Lediglich der Fliesenleger hat noch einige Aufgaben zu erledigen.
In der kommenden Woche steht der Abbau des Gerüsts und die Fertigstellung des Sockelputzes an. „Dann ist der Neubaubereich fertig“, stellt der erfahrene Bauprofi klar. Durch den lang anhaltenden Winterfrost gab es zwar leichte Verzögerungen, insbesondere beim Abbau der Rüstung, doch diese konnten weitgehend kompensiert werden.
Altbau benötigt noch mehr Zeit
Im Altbau gestaltet sich die Situation etwas komplexer. „Hier sind wir ebenfalls vorangekommen, aber es bleibt noch einiges zu tun“, erläutert Rothe. Die Wände sind bereits gespachtelt, doch Tapeten und Akustikdecken fehlen noch. Neue Fenster und ein Teil der Türen sind bereits eingebaut, doch Brandschutzmaßnahmen, Alarmanlagen und die gesamte technische Infrastruktur mit elektronischen Tafeln und Internetanschlüssen benötigen zusätzliche Zeit.
Zeitplan für den Umzug
Bürgermeisterin Antje Zibell betont: „Im Sommer soll der erste Bauabschnitt fertig sein.“ Dieser umfasst den neu errichteten Anbau, den sanierten Teil des Altbaus sowie das derzeit umgebaute ehemalige Spital, das als Kreativzentrum dienen wird. „Ziel ist und bleibt es, zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien den Wechsel hinzubekommen“, stellt sie klar.
Dies bedeutet, dass die Schüler der Regionalen Schule dann den Anbau und den sanierten Teil der Schule beziehen werden, während im unsanierten Altbau der zweite Bauabschnitt beginnen kann. Zibell würdigt ausdrücklich den Einsatz der ehrenamtlichen Bauleiter Ronny Franke und besonders Eckart Rothe: „Es macht sich bemerkbar, dass hier Leute vom Fach dabei sind. Sonst wären wir nicht so weit, wie wir sind.“
Zahlen und Perspektiven
Im Neubau entstehen insgesamt sechs neue Schulräume, während der Bestandsbau zunächst vier Klassenräume umfasst. Für den zweiten Bauabschnitt, der voraussichtlich im Spätsommer starten soll, sind noch ein bis anderthalb Jahre eingeplant. „Es wäre schön, wenn wir im zweiten Schulhalbjahr 2027/28 fertig sind“, so Zibell. „Mein Wunschziel ist aber Ende 2027.“
Insgesamt fließen zwischen 5,5 und sechs Millionen Euro in den Schulcampus. Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Regionale Schule im sanierten Teil des Bestandsgebäudes untergebracht sein, während die Grundschule den Anbau und vier Räume im Altbau nutzen wird. Ein heller, moderner Lernort entsteht, der mit Frischluftaustauschsystemen und modernster Technik ausgestattet sein wird.



