Parchim: Abriss alter Hortgebäude leitet Bau modernen Schulcampus ein
Parchim: Abriss startet Bau modernen Schulcampus

Parchim: Abriss alter Hortgebäude leitet Bau modernen Schulcampus ein

In der Parchimer Wallallee hat mit dem Abriss des ausgedienten Hortgebäudes der umfangreiche Umbau der ehemaligen Grund- und Regionalschule „J. W. v. Goethe“ zu einem zeitgemäßen Schulcampus begonnen. Die ersten Arbeiten starteten zu Beginn der Winterferien und markieren den Auftakt für dieses ambitionierte Projekt, das die Bildungseinrichtung fit für die Zukunft machen soll.

Modernisierung mit mehreren Bauabschnitten

Der Umbau erfolgt in mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten, um den laufenden Schul- und Hortbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Den Anfang machen die Arbeiten am früheren Werkgebäude, das zu einer modernen Mensa umgestaltet wird. Parallel dazu entsteht ein komplett neues Hortgebäude auf dem Schulgelände.

Die Goethe-Regionalschule war bereits zuvor in die Regimentsvorstadt umgezogen, sodass nun der gesamte Standort in der Wallallee für die Grundschule Parchim umgebaut werden kann. Der Handlungsbedarf ist erheblich: Die vorhandenen Klassenräume sind teilweise zu klein dimensioniert, Räume für individuelle Förderung fehlen weitgehend, und die Mittagsversorgung der Kinder findet bislang in beengten Kellerräumen statt.

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Kapazitätsausbau für Ganztagsbetreuung

Um Platz für den Neubau zu schaffen, wurde der Hort bereits in den Herbstferien provisorisch ins Hauptgebäude verlegt. Das bisherige Hortgebäude auf dem Schulhof wird nun vollständig abgerissen. Mit Blick auf die stetig steigende Nachfrage nach Ganztagsbetreuung ist dieser Ausbau dringend notwendig. In der Vergangenheit mussten immer wieder Ausweichquartiere in der Stadt genutzt werden, was zu organisatorischen Herausforderungen führte.

Künftig sollen am Standort insgesamt 234 Hortplätze zur Verfügung stehen – bisher sind es lediglich 135. Die zusätzlichen Kapazitäten entstehen durch umfangreiche Umstrukturierungen im ehemaligen Werkstattgebäude, einen Ersatzbau sowie die intelligente Doppelnutzung von Räumen im bestehenden Schulgebäude.

Historischer Bestand mit Sanierungsbedarf

Der Gebäudekomplex aus dem Jahr 1890 umfasst ein denkmalgeschütztes, dreigeschossiges Schulgebäude und das ehemalige Rektorengebäude. Beide Bauwerke erfüllen bisher nur teilweise die Anforderungen einer modernen Grundschule. Vor allem in folgenden Bereichen gibt es erhebliche Defizite:

  • Brandschutzvorschriften werden nicht vollständig eingehalten
  • Barrierefreiheit ist nur eingeschränkt gegeben
  • Die Akustik in vielen Räumen ist unzureichend
  • Die geringe Zahl an Klassenräumen behindert den Ausbau von Ganztagsangeboten

Die Sanierung dieses historischen Bestands soll abschnittsweise erfolgen, damit der Schulbetrieb kontinuierlich weiterlaufen kann. Der Baubeginn für diesen Teil der Maßnahmen ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Kosten und Zeitplan

Insgesamt rechnet die Stadt Parchim mit Gesamtkosten von mehr als zehn Millionen Euro für das gesamte Campus-Projekt. Die Arbeiten an Hort und Mensa haben nun begonnen, während weitere Maßnahmen im Hauptgebäude erst nach Fertigstellung dieser ersten Bauphase folgen werden. Dieses gestaffelte Vorgehen gewährleistet, dass der Schulalltag für die Kinder so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.

Der neue Schulcampus in Parchim wird nicht nur die räumlichen Kapazitäten erheblich erweitern, sondern auch die pädagogischen Möglichkeiten verbessern und die Betreuungsqualität für die Schülerinnen und Schüler nachhaltig steigern.

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