Landkreis Lüneburg startet gemeinsamen Schulentwicklungsprozess mit vier Workshops
Lüneburg startet Schulentwicklungsprozess mit Workshops

Landkreis Lüneburg startet gemeinsamen Prozess zur Schulentwicklung

In einem bedeutenden Schritt für die Bildungslandschaft der Region haben die Hansestadt Lüneburg und der Landkreis Lüneburg einen gemeinsamen Schulentwicklungsprozess für weiterführende Schulen initiiert. Zum Auftakt dieser wichtigen Initiative trafen sich Vertreter aus Schulen, Politik und Verwaltung zu einem ersten Workshop, um die Datengrundlage für die zukünftige Planung zu präsentieren und zu diskutieren.

Sinkende Schülerzahlen und steigende Förderbedarfe

Die Erste Kreisrätin Yvonne Hobro betonte die enorme Bedeutung einer verlässlichen Datengrundlage für den gesamten Prozess. Diese wurde von Hansestadt und Landkreis in Zusammenarbeit mit der Agentur paseo sorgfältig erarbeitet. Ein zentraler Punkt der Datensichtung war die Entwicklung der Schülerzahlen in den gymnasialen Oberstufen öffentlicher Schulen. Vergleicht man die Schuljahre 2021/22 mit 2025/26, ist hier ein Rückgang von 3,86 Prozent zu verzeichnen.

Darüber hinaus wurden die deutlich steigenden und sehr unterschiedlichen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfe hervorgehoben. Im aktuellen Schuljahr liegt der Anteil an Hauptschulen bei über 40 Prozent, an Oberschulen bei 15,8 Prozent und an Gymnasien bei 2,2 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die komplexen Herausforderungen, vor denen das Bildungssystem steht.

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Vier Workshops bis zum Herbst geplant

„Das Wichtigste bei der Schulentwicklungsplanung sind die Kinder“, erklärte Gabriele Scholz, Stadträtin der Hansestadt Lüneburg für Bildung, Jugend und Soziales. Die Bildungslandschaft soll sich konsequent an den Bedarfen der Schüler orientieren, damit jedes Kind seine individuellen Fähigkeiten bestmöglich entwickeln kann. Um dieses Ziel zu erreichen, umfasst der gestartete Prozess insgesamt vier Workshops, die bis zum Herbst dieses Jahres durchgeführt werden sollen.

An diesen Workshops beteiligen sich die Schulleitungen aller weiterführenden Schulen aus Stadt und Landkreis, Vertreter aller politischen Fraktionen, ein Repräsentant des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung (RLSB) sowie Lüneburger Landtagsabgeordnete aus dem Kultusausschuss. Diese breite Beteiligung soll sicherstellen, dass alle relevanten Perspektiven in die Planung einfließen.

Professionelle Begleitung und politische Entscheidung

Die professionelle Begleitung des gesamten Prozesses übernimmt die paseo GmbH. Das Unternehmen ist verantwortlich für die Moderation der Workshops, die Aufbereitung der Daten und die Gestaltung des gesamten Ablaufs. Nach Abschluss der vier Workshops wird paseo konsensfähige, tragfähige und finanzierbare Handlungsempfehlungen vorlegen.

Diese Empfehlungen sollen anschließend der Politik von Hansestadt und Landkreis Lüneburg zur endgültigen Entscheidung übergeben werden. Damit wird sichergestellt, dass die entwickelten Konzepte nicht nur fachlich fundiert, sondern auch politisch legitimiert und umsetzbar sind. Der gemeinsame Schulentwicklungsprozess markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Bildungsinfrastruktur in der Region Lüneburg.

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