Stuttgart 21: Bahn-Chefin erinnert an nigerianischen Prinzen
Stuttgart 21: Bahn-Chefin wie nigerianischer Prinz

Stuttgart 21: Der unendliche Tunnel

Aus Stuttgart 21 wird Stuttgart 31, und Bahn-Chefin Evelyn Palla fordert weitere Milliarden. Für Kolumnist Ralf Neukirch erinnert das an eine altbekannte Spam-Mail: den nigerianischen Prinzen. In seiner Kolumne für den SPIEGEL zieht er einen unschönen Vergleich.

Die Kostenexplosion

Das Großprojekt Stuttgart 21, ein Jahrhundertbauwerk der Deutschen Bahn, scheint kein Ende zu nehmen. Ursprünglich mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, liegen die Kosten inzwischen bei über 10 Milliarden. Nun spricht Bahn-Vorständin Evelyn Palla von weiteren Milliarden, die nötig seien. Neukirch sieht darin ein Muster: Immer neue Forderungen, ohne dass die Versprechen eingelöst werden.

Der Vergleich mit dem Spam-Betrug

„Die Bahn-Chefin erinnert mich an den nigerianischen Prinzen aus meinen Spammails“, schreibt Neukirch. „Auch der verspricht Reichtümer, verlangt aber immer mehr Vorauszahlungen. Am Ende bleibt der Tunnel leer.“ Der Kolumnist kritisiert, dass die Politik immer wieder neue Gelder bewillige, ohne eine echte Kontrolle der Ausgaben zu gewährleisten.

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Reaktionen aus der Politik

Die Opposition fordert einen sofortigen Baustopp. „Wir können nicht endlos Geld in ein Fass ohne Boden stecken“, sagt ein Sprecher der Grünen. Die Bahn hingegen betont, dass der Abbruch noch teurer käme. Neukirch bleibt skeptisch: „Vielleicht sollten wir uns eingestehen, dass wir auf einen Betrug hereingefallen sind – nicht auf einen nigerianischen Prinzen, aber auf ein deutsches Milliardengrab.“

Die Kolumne endet mit der Frage, ob die Verantwortlichen jemals zur Rechenschaft gezogen werden. Bis dahin bleibt Stuttgart 21 ein Symbol für verschwendete Steuergelder.

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