Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte steht vor einer deutlichen Erhöhung der Kosten für die Unterbringung von Fundtieren im Tierheim Stendal. Der Hauptausschuss am 4. Oktober und der Stadtrat am 10. Oktober werden über eine Anpassung des bestehenden Vertrags beraten. Der Tierheim-Verein fordert eine Erhöhung der Pro-Kopf-Umlage von 2,34 Euro auf 3,38 Euro pro Einwohner.
Für Tangerhütte mit 10.599 Einwohnern würde die jährliche Zahlung von bisher 24.802 Euro auf 35.824 Euro steigen – ein Plus von über 11.000 Euro. Die letzte Erhöhung erfolgte 2019 um 40 Cent pro Kopf. Seit der Umstellung auf die Einwohnerpauschale vor zwölf Jahren mit 1,41 Euro pro Kopf hat sich der Satz mehr als verdoppelt.
Die Verwaltung hat Alternativen geprüft, darunter die Unterbringung im Wildpark Weißewarte. Diese scheiterte jedoch an den umfangreichen Anforderungen und dem finanziellen Aufwand. Die Verwaltung rät, der Erhöhung zunächst nicht zuzustimmen, warnt aber vor einer möglichen Kündigung des Vertrags durch den Verein.
Gesetzlich ist die Kommune verpflichtet, für die ordnungsgemäße Unterbringung von Fundtieren, herrenlosen Tieren und Tieren aus der Gefahrenabwehr zu sorgen. Der Hauptausschuss tagt am 4. Oktober ab 19 Uhr im Kulturhaus in Tangerhütte.



