Ostseewal Timmy: Kadaver wird zu Biodiesel und Zement verarbeitet
Ostseewal Timmy: Kadaver wird zu Biodiesel und Zement

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal Timmy wird nicht mehr geborgen. Wie die zuständigen Behörden mitteilen, soll der Kadaver des Meeressäugers stattdessen zu Biodiesel und Zement verarbeitet werden. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die für Diskussionen sorgt.

Warum wird Timmy nicht geborgen?

Die Bergung des Walkadavers gestaltete sich als äußerst schwierig. Der Kadaver liegt in flachem Wasser und ist bereits stark verwest. Eine Bergung wäre mit hohen Kosten und logistischem Aufwand verbunden gewesen. Zudem bestehe die Gefahr, dass der Kadaver bei der Bergung zerfällt und die Umwelt verschmutzt.

Die Verwertung des Kadavers

Statt einer Bergung hat man sich nun für eine Verwertung entschieden. Der Kadaver soll vor Ort zerkleinert und dann zu Biodiesel und Zement verarbeitet werden. Der Biodiesel könnte als Treibstoff genutzt werden, der Zement in der Bauindustrie. Dies sei eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Entsorgung.

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Experten begrüßen die Entscheidung. „Die Verwertung des Kadavers ist eine sinnvolle Lösung“, sagt Dr. Michael Meier, Meeresbiologe vom Institut für Ostseeforschung. „So wird der Wal nicht einfach entsorgt, sondern sein Körper kann noch einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.“

Kritik an der Entscheidung

Allerdings gibt es auch Kritik. Tierschützer bemängeln, dass der Wal nicht artgerecht bestattet wird. „Ein Wal ist ein majestätisches Tier und verdient eine würdevolle Bestattung“, sagt Petra Schulz von der Organisation „Meeresfreunde“. „Ihn zu Biodiesel und Zement zu verarbeiten, ist respektlos.“

Die Behörden verteidigen ihre Entscheidung. Man habe alle Optionen geprüft und sich für die umweltfreundlichste und praktikabelste Lösung entschieden. Die Verarbeitung zu Biodiesel und Zement sei zudem kostengünstiger als eine Bergung.

Der Fall Timmy

Der Buckelwal Timmy war vor einigen Wochen in der Ostsee gestrandet. Trotz mehrerer Rettungsversuche konnte das Tier nicht gerettet werden. Es verendete in den flachen Gewässern. Seitdem liegt der Kadaver vor der Küste und sorgt für Diskussionen über den Umgang mit gestrandeten Walen.

Die Verarbeitung des Kadavers soll in den nächsten Tagen beginnen. Die Behörden rechnen mit einer Dauer von etwa zwei Wochen. Anschließend sollen die Produkte aus dem Wal für industrielle Zwecke genutzt werden.

Ob Timmy der letzte Wal ist, der auf diese Weise verwertet wird, bleibt abzuwarten. Die Behörden prüfen derzeit, ob ähnliche Verfahren auch für andere gestrandete Meeressäuger angewendet werden können.

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