Sie sind zurück und sie sind riesig: Viele verbinden Elche mit Skandinavien. Doch die riesigen Wildtiere streifen auch wieder durch deutsche Wälder. Vor allem im Osten tauchen die mächtigen Säugetiere immer häufiger auf. Was lange undenkbar war, scheint also langsam Realität. Besonders Brandenburg gilt als Hotspot.
Wo in Deutschland gibt es Elche?
Einzelne Elche wurden über längere Zeiträume immer wieder in denselben deutschen Regionen beobachtet. Dazu gehören neben Brandenburg auch Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Deutschland ist für sie also mehr als nur ein Zwischenstopp.
Denn eigentlich kommen die meisten Tiere aus Polen oder Tschechien über die Grenze. In unseren Nachbarländern haben sich die Bestände in den vergangenen Jahren deutlich erholt. Vor allem junge Tiere ziehen los. Im Sommer schwimmen sie durch Oder und Neiße, im Winter nutzen sie vereiste Übergänge, um nach Deutschland zu gelangen.
So viele Elche leben aktuell in Deutschland
Experten schätzen, dass zehn bis 15 Elche dauerhaft in Deutschland leben, womöglich sogar etwas mehr. Da es kein flächendeckendes Monitoring gibt, basiert die Zahl lediglich auf Sichtungen, Fotofallen und Tieren, die einen Sender tragen.
Spätestens im 18. und 19. Jahrhundert galten Elche hier als ausgerottet. Erst seit einigen Jahren kehren sie Stück für Stück wieder zurück. Besonders im Osten häufen sich seit etwa 2015 die Sichtungen.
Warum sich Elche hier wohlfühlen
Vor allem im Nordosten finden die Tiere große Wälder, Feuchtgebiete, Seen und dünn besiedelte Landschaften. Sie fressen Blätter, Triebe, Rinde und Wasserpflanzen. An warmen Tagen suchen sie gezielt Gewässer zur Abkühlung auf.
Zugleich wachsen die Populationen in den Nachbarländern. Deutschland liegt auf ihrer natürlichen Route Richtung Westen. Erste Hinweise zeigen, dass einzelne Tiere dauerhaft bleiben und möglicherweise sogar Nachwuchs bekommen.
Gefahr droht vor allem im Straßenverkehr
Grundsätzlich sind Elche nicht aggressiv. Meist ziehen sie sich zurück. Sie können bis zu 800 Kilogramm wiegen, über zwei Meter groß werden und sind schnell. Fühlen sie sich bedrängt, können sie mit kräftigen Tritten gefährlich werden.
Die größte Gefahr entsteht im Straßenverkehr. Wie Rehe bleiben Elche bei Gefahr oft stehen. Vor allem auf Landstraßen und in der Dämmerung kann das zu schweren Unfällen führen.



