Die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Berlin sorgt für Diskussionen. Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) stellte im Abgeordnetenhaus klar, dass die Bezirke frühzeitig über Maßnahmen gegen den Schädling informiert wurden. Bereits im November habe der Pflanzenschutzdienst eine Informationsveranstaltung und Beratung durchgeführt. „Und einzelne Bezirke wurden danach auch noch einmal beraten“, so Bonde.
Intensiver Austausch auf Senatsebene
Vergangenen Dienstag fand ein intensiver Austausch statt, an dem die zuständigen Bezirksämter, Bezirksstadträte, der Pflanzenschutzdienst, die Berliner Forsten, die Gesundheits- und Finanzverwaltungen sowie die Fachabteilungen der Umweltverwaltung teilnahmen. „Es war uns besonders wichtig, alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen und erneut über aktuelle Entwicklungen, innovative Bekämpfungsmethoden und mögliche Gesundheitsrisiken zu informieren“, sagte Bonde.
Wetter erschwert Bekämpfung
Die Senatorin betonte, dass die diesjährige Bekämpfung durch die Wetterbedingungen erschwert werde. „Es war eine wiederholte Veranstaltung. Der Senat hat die Bezirke informiert, wie man am besten mit dem Eichenprozessionsspinner umgeht. Und dass das in diesem Jahr nicht so gut funktioniert hat, wie erhofft, liegt auch an den Witterungsbedingungen.“ Zur Bekämpfung des Befalls sollen betroffene Gebiete frühzeitig markiert werden. „Bevor die ersten Raupen und Nester auftauchen, sollen in den Bezirken entsprechende Warnungen, zum Beispiel in Form von Schildern, aufgestellt und Hinweise auf den Internetseiten der Bezirke veröffentlicht werden“, erklärte die CDU-Politikerin. Einige Bezirke hätten bereits spezielle Kontaktstellen für Eichenprozessionsspinner-Probleme eingerichtet, um direkt auf Bürgeranfragen reagieren zu können.
Besonders betroffene Parks
Laut den Bezirken sind besonders stark betroffen: die Hasenheide in Neukölln, der Volkspark Wuhlheide, Siemensstadt in Spandau, der Schlosspark Schönhausen in Pankow und der Volkspark Jungfernheide in Charlottenburg. In mehreren Bezirken werden die Raupen und Nester abgesaugt, insbesondere in der Nähe von Bushaltestellen und Spielplätzen.
Gefahren durch die Raupenhaare
Der Eichenprozessionsspinner ist ein graubrauner Nachtschmetterling mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Die winzigen Brennhaare der Raupen können schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atemprobleme auslösen. Die Empfindlichkeit nimmt bei wiederholtem Kontakt oft zu.
Angesichts der Raupenplage hatten sich die Berliner Bezirke um Hilfe an den Senat gewandt.



