DWD warnt vor schweren Gewittern mit Tornado-Gefahr in Deutschland
DWD warnt vor schweren Gewittern mit Tornado-Gefahr

Wetterdienst erwartet Gewitter mit „markanter Eigendynamik“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern, die am heutigen Tag über Deutschland hinwegziehen sollen. Laut den Meteorologen sind dabei nicht nur starke Sturmböen und Hagel möglich, sondern theoretisch sogar orkanartige Böen und Tornados. Die Wetterlage sei „dringend geboten, die Warnlage im Blick zu behalten“, so der DWD in Offenbach.

Gewitter mit besonderer Dynamik

„Die heutige Wetterlage hat es in sich“, erklärt DWD-Meteorologe Thorsten Kaluza. „Ab dem Mittag entwickeln sich von Westen her teils kräftige Gewitter, die aufgrund der Windverhältnisse eine markante Eigendynamik entwickeln können.“ Anders als bei einem typischen Sommergewitter seien diese Gewitter „dynamischer, organisierter und langlebiger“. Der Unterschied zeige sich insbesondere bei den Windstärken: In Gewitternähe rechnet der DWD verbreitet mit Sturmböen von 80 bis 90 Kilometern pro Stunde. „Prinzipiell ist auch die Voraussetzung für vereinzelte orkanartige Böen gegeben, sowie die Entwicklung von einzelnen kurzlebigen Tornados“, teilt der DWD mit.

Warn-Apps und Verhalten im Freien

Der Meteorologe rät dringend dazu, die Warnlage im Auge zu behalten – etwa auf der Website des DWD oder in Warn-Apps. Dieser Rat gelte nicht nur, aber besonders bei Aktivitäten im Freien. „Beachten Sie auch die angegebenen Handlungsempfehlungen, um im Zweifelsfall ein besseres Gefühl für das Gefahrenpotenzial zu bekommen.“

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Starkregen und Hagel als weitere Gefahren

Neben dem starken Wind stellt auch Starkregen eine erhebliche Gefahr dar. Laut DWD können in kurzer Zeit rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen. Zudem sei kleinkörniger Hagel mit einem Durchmesser von etwa zwei Zentimetern möglich.

Beruhigung in der Nacht

Am Abend und in der ersten Nachthälfte sollen die Gewitter allmählich schwächer werden und nach Osten abziehen. An den Alpen sind bis Freitagmorgen Mengen um 30 Liter pro Quadratmeter möglich. Dies sei zwar „potenziell warnwürdig“, so der Meteorologe, „jedoch sind solche Mengen in dieser Region nicht so außergewöhnlich.“ In Lagen über 2000 Metern könne sogar etwas Schnee fallen. Der Wind lässt in der Nacht nach, hält sich aber im Bergland länger. Für den Brocken gilt bis Freitag eine Sturmwarnung.

Ausblick auf das Wochenende

Am Freitag sind neben Schauern nur noch vereinzelte kurze Gewitter zu erwarten, vor allem im Norden. Das Wochenende beginnt mit einer vorübergehenden Wetterberuhigung: Die Sonne zeigt sich häufiger, und es wird wärmer.

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