Berliner Badegewässer: Hitze und Starkregen führen zu lebensgefährlichen Verunreinigungen
Berliner Badegewässer: Hitze und Starkregen machen Baden lebensgefährlich

Nach einer Phase extremer Hitze und heftiger Starkregenfälle warnen die Berliner Behörden eindringlich vor dem Baden in mehreren Gewässern. Tote Fische, Ratten und krankheitserregende Keime machen das Schwimmen lebensgefährlich. Für einige Bereiche gelten generelle Badeverbote.

Urbanhafen: Todesfall und akute Gefahr

Besonders betroffen ist der Urbanhafen, wo es bereits am vergangenen Montag zu einem tödlichen Badeunfall kam. Eine Person war beim Schwimmen untergegangen und ertrunken. Die Berliner Feuerwehr war mit Rettungskräften im Einsatz. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat daraufhin ein sofortiges Badeverbot für den Hafen ausgesprochen. Die Wasserqualität sei aufgrund der Witterung extrem schlecht, teilt das Bezirksamt mit. Erste Untersuchungen hätten eine hohe Belastung mit Fäkalkeimen und anderen Krankheitserregern ergeben.

Weitere betroffene Gewässer

Auch an anderen beliebten Badeorten in Berlin wird derzeit dringend vom Baden abgeraten. Dazu gehören Teile der Spree, der Landwehrkanal und mehrere kleinere Seen. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz hat eine Karte mit aktuellen Warnungen veröffentlicht. „Die Kombination aus anhaltender Hitze, die das Algenwachstum fördert, und den starken Regenfällen, die Schadstoffe und Keime aus der Kanalisation in die Gewässer spülen, führt zu einer akuten Gesundheitsgefahr“, erklärt ein Sprecher der Senatsverwaltung. Besonders sensible Personengruppen wie Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten auf jeden Fall auf das Baden verzichten.

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Ursachen: Hitze und Starkregen

Die Ursachen für die Verschmutzung sind vielfältig. Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben die Wassertemperatur in vielen Gewässern auf über 25 Grad steigen lassen. Das begünstigt die Vermehrung von Bakterien und Algen. Die anschließenden Starkregenfälle haben dann zusätzlich große Mengen an Schmutz und Abwasser aus der Kanalisation in die Flüsse und Seen gespült. „Wir erleben derzeit eine extreme Belastungssituation, wie sie durch den Klimawandel häufiger auftreten wird“, so der Sprecher weiter.

Offizielle Badegewässer sind sicher

Die offiziell ausgewiesenen Badegewässer Berlins, wie die Strände an der Krummen Lanke, am Schlachtensee oder am Müggelsee, werden regelmäßig kontrolliert. Nach Angaben der Senatsverwaltung sind diese derzeit unbedenklich. Die Badegewässerprofile und aktuellen Messwerte werden auf der Webseite der Senatsverwaltung veröffentlicht. Dennoch empfehlen die Behörden, vor dem Baden die aktuellen Warnmeldungen zu prüfen und auf die Hinweise vor Ort zu achten.

Verhaltenstipps für Badegäste

Die Berliner Feuerwehr und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) raten dringend, nur an bewachten und offiziell freigegebenen Badestellen zu schwimmen. „Wer in einem verunreinigten Gewässer badet, riskiert schwere Durchfallerkrankungen, Hautausschläge oder Atemwegsinfektionen“, warnt ein Sprecher der DLRG. Zudem bestehe durch tote Tiere und Treibgut eine erhöhte Verletzungsgefahr. Die Rettungskräfte seien in erhöhter Alarmbereitschaft, um bei Notfällen schnell eingreifen zu können.

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