Zollbeamter und Polizist: Drogenhandel im Darknet mit halber Million Euro
Zollbeamter und Polizist im Darknet-Drogenhandel

Ein Zollbeamter, ein Polizist und zwei weitere Männer stehen im Verdacht, über Jahre hinweg Drogen im Darknet verkauft zu haben. Der Gesamtwert der illegalen Geschäfte beläuft sich nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg auf mindestens 500.000 Euro. Drei der vier Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft, während der Polizist vorerst auf freiem Fuß bleibt.

Die Hintergründe des Falls

Die Männer im Alter zwischen 31 und 37 Jahren stammen aus Oldenburg, Bad Zwischenahn und dem Raum Hamburg. Ihnen wird vorgeworfen, seit Februar 2019 im großen Stil mit verschiedenen Drogen gehandelt zu haben. Dazu zählen Cannabis, Amphetamin, Kokain und Ecstasy. Die Ware soll sowohl im Darknet als auch über Messenger-Dienste angeboten und gegen Kryptowährungen verkauft worden sein. Die Ermittler gehen von mehr als 1.000 Einzelfällen aus.

Arbeitsteiliges Vorgehen

Die Verdächtigen sollen nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft arbeitsteilig vorgegangen sein. Der Zollbeamte soll die Drogen beschafft und in der Region Bad Zwischenahn gelagert haben. Ein Komplize war für das Verpacken und Versenden zuständig, während ein Dritter die Zahlungsabwicklung übernahm. Unterstützung erhielten sie von einem Polizeibeamten der Polizeidirektion Oldenburg, der Lagerräume für die Drogengeschäfte bereitstellte. Gegen ihn wird wegen Beihilfe ermittelt.

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Durchsuchungen und Beweismittel

Am Mittwoch durchsuchten Einsatzkräfte zehn Wohn- und Bürogebäude in Oldenburg, Bad Zwischenahn, Wilhelmshaven und Hamburg. Dabei nahmen sie die drei Hauptverdächtigen fest und stellten kiloweise Cannabis und Amphetamin, mehrere Tausend Ecstasy-Tabletten sowie Geräte zur Herstellung und Verpackung von Betäubungsmitteln sicher. Darüber hinaus beschlagnahmten sie Bargeld im hohen fünfstelligen Bereich, teure Uhren, Unterlagen, Datenträger, Speichermedien und Kommunikationsmittel.

Die Rolle des Darknets

Das Darknet ist ein Teil des Internets, der nicht über herkömmliche Suchmaschinen oder Browser zugänglich ist. Die Kommunikation wird verschlüsselt, sodass Urheber und Nutzer weitgehend anonym bleiben können. Diese Anonymität wird häufig für kriminelle Aktivitäten genutzt, wie in diesem Fall den Drogenhandel.

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