Nach dem gewaltsamen Tod einer 71 Jahre alten Frau in Schleswig ist ein Untersuchungshaftbefehl gegen ihren Sohn erlassen worden. Der 32-Jährige bewohnte bisherigen Erkenntnissen zufolge gemeinsam mit seiner Mutter das Haus, in dem diese am Dienstag leblos aufgefunden wurde, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Beschuldigte wurde am Mittwoch nach der Vorführung vor dem Haftrichter in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Ermittlungen der Mordkommission
Die Ermittlungen der Mordkommission zu den Hintergründen und den genauen Umständen der Tat dauern weiterhin an. Weitere Angaben wurden aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht gemacht. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe, falls jemand verdächtige Beobachtungen im Umfeld des Tatorts gemacht hat.
Ablauf des Geschehens
Der Mann hatte früheren Angaben der Polizei zufolge am Dienstag bei der Polizei angerufen und von einem Tötungsdelikt in einem Wohnhaus im Stadtteil Friedrichsberg gesprochen. Gegen 13.30 Uhr gab es deshalb einen Einsatz der Polizei. Einsatzkräfte nahmen den 32 Jahre alten Anrufer vor dem Haus widerstandslos als Tatverdächtigen fest.
Bei der Durchsuchung des Hauses fand die Polizei die 71-Jährige leblos vor. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Frau starb noch am Einsatzort. Die genaue Todesursache soll durch eine Obduktion geklärt werden.
Hintergründe noch unklar
Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn sowie mögliche Motive für die Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Die Polizei schließt ein familiäres Beziehungsgeflecht nicht aus. Der Sohn zeigte sich bei seiner Festnahme kooperativ. Die Ermittler prüfen auch, ob psychische Probleme bei dem 32-Jährigen eine Rolle gespielt haben könnten.
Die Nachbarschaft zeigte sich bestürzt über das Geschehen. Die 71-Jährige galt als freundliche und zurückgezogene Frau. Der Sohn lebte offenbar seit einiger Zeit wieder bei seiner Mutter. Weitere Details werden nach Abschluss der Ermittlungen erwartet.



