Jahresbericht zu Antiziganismus in Rheinland-Pfalz vorgestellt
Antiziganismus-Bericht: 59 Vorfälle in Rheinland-Pfalz

In Mainz werden heute neue Erkenntnisse zu Diskriminierungen von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz vorgestellt. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) präsentiert ihren Jahresbericht für das Jahr 2025. Die Vorstellung beginnt um 9.30 Uhr.

Anstieg der gemeldeten Vorfälle

Im Jahr 2025 wurden in Rheinland-Pfalz insgesamt 59 Vorfälle gemeldet. Das sind 32 mehr als im Vorjahr. Allerdings ist die Dunkelziffer vermutlich deutlich höher, da viele Betroffene aus Angst oder Scham keine Anzeige erstatten. Bundesweit lag die Zahl der gemeldeten Vorfälle laut MIA bei 1.678.

Art der Vorfälle

Die gemeldeten Fälle umfassen ein breites Spektrum: von klischeehaften Stigmatisierungen über Diskriminierungen am Arbeitsplatz, in der Schule oder bei der Wohnungssuche bis hin zu Sachbeschädigungen, Bedrohungen und tätlichen Angriffen. In einigen Fällen kam es auch zu extremer Gewalt.

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Die MIA betont, dass Antiziganismus in vielen Lebensbereichen vorkommt: im Internet, in der Nachbarschaft, in Behörden oder im öffentlichen Raum. Die Stelle ruft dazu auf, jede Form von Hass und Hetze gegen Sinti und Roma zu melden, um ein genaueres Bild der Lage zu bekommen.

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