Am kommenden Donnerstag beginnt für Carl Zeiss Jena die Vorbereitung auf die neue Saison. Sportdirektor Miroslav Jovic (55) steht noch vor einigen wichtigen Entscheidungen, um den Kader konkurrenzfähig zu machen. Mit dem neuen Trainer Marco Grote (53) soll der Fokus stark auf die Integration von Talenten aus der eigenen Akademie gelegt werden. Bislang wurde noch kein einziger Neuzugang verpflichtet.
Jovic: „Spitze statt Breite!“
Jovic ist sich dieser Situation bewusst und arbeitet im Hintergrund an neuen Verstärkungen. „Die müssen menschlich und sportlich zu uns passen, unser System spielen können. Angebote haben wir viele, könnten drei Mannschaften zusammenstellen. Wir müssen jetzt nur die Richtigen auswählen, dürfen uns keine Fehler erlauben. Deswegen nehmen wir uns die Zeit“, erklärt er. Und weiter: „Breite haben wir genug, wir brauchen Spitze!“
Vier große Baustellen im Kader
Doch es gibt noch vier große Baustellen mit Profis, die in der abgelaufenen Spielzeit maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben. Abwehrchef Sören Reddemann (30) möchte bleiben und hat inzwischen ein Angebot vorliegen. „Hier wird seine familiäre Situation ausschlaggebend sein“, sagt Jovic. Er würde den erfahrenen Innenverteidiger gerne halten – ebenso wie Flügelspieler Alexander Prokopenko (24). Dieser liebäugelt jedoch mit einem Wechsel in die 3. Liga und sondiert erste Offerten. Es ist abzusehen, dass Prokopenko Jena noch etwas zappeln lassen wird.
Wähling oder Prokopenko – nicht beide
An Prokopenkos Entscheidung hängt auch die Zukunft von Nicolas Wähling (28). Der im Winter aus Kanada gekommene Offensivspieler hatte sich mit seinem Tor im legendären Pokalhalbfinale in Erfurt in die Herzen der Jena-Fans geschossen. Klar ist: Wähling erhält nur dann einen neuen Vertrag, wenn Prokopenko den Verein verlässt. Jovic erklärt: „Das Budget gibt keinen Vertrag für beide her.“
Zudem ist Mittelfeldspieler Patrick Weihrauch (32) ein Thema. Auch sein Kontrakt ist ausgelaufen. „Mit ihm sind wir in Gesprächen, allerdings kann er sich auch vorstellen, zurück in seine Münchner Heimat zu gehen“, so Jovic. Eine Tendenz in diese Richtung sei deutlich erkennbar.



