Kyoto (Japan) – Der Tod des US-Studenten James „Weston“ Higginbotham (20) gibt weiterhin Rätsel auf. Der junge Mann war Ende Mai zu einer Wanderung in den Bergen Japans aufgebrochen und kehrte nicht zurück. Eine Woche später wurde er tot aufgefunden. Die Behörden schließen ein Fremdverschulden aus, geben die Todesursache jedoch nicht bekannt.
Streit um ChatGPT als Auslöser
Laut Polizei wurde Weston zuletzt am 29. Mai von einer Überwachungskamera in Kyoto beim Betreten eines Zuges aufgezeichnet. Zuvor hatte er sich mit seiner Familie gestritten, mit der er seit dem 25. Mai in Japan unterwegs war. Der Grund: die Nutzung von ChatGPT. Westons Mutter Nancy hatte die Reise mithilfe der Künstlichen Intelligenz geplant, was Weston missbilligte. „Wir versuchen eigentlich, es nie zu verwenden, und ich stimme ihm da vollkommen zu. Es war einfach ein unglaublich dummer Streit“, erklärte Nancy gegenüber NBC News.
Vermisstmeldung nach abgebrochener Standortfreigabe
Nach der Auseinandersetzung zog Weston allein los. Die Familie war zunächst nicht beunruhigt, da es für Weston typisch sei, in den Wald zu gehen, um Dampf abzulassen. „Das ist sein Happy Place“, so die Mutter. Zudem teilte Weston regelmäßig seinen Standort. Als dieser plötzlich nicht mehr abrufbar war und der Kontakt abbrach, meldete Nancy ihren Sohn als vermisst. Eine groß angelegte Suchaktion begann.
Leiche nach sieben Tagen gefunden
Sieben Tage später das traurige Ende: Eine freiwillige Such- und Rettungsgruppe entdeckte Westons Leiche in einem Berggebiet außerhalb von Kyoto. Die Todesursache bleibt unklar, die Polizei geht jedoch von einem Unfall aus. Die Familie hat die Nachricht via Facebook bestätigt. Der tragische Vorfall wirft Fragen zur Nutzung von KI und den Gefahren von Konflikten in unbekannter Umgebung auf.



