Brandanschlag auf Fahrzeuge des Ausländeramts in Bergheim
In der Nacht zu Mittwoch haben unbekannte Täter mehrere Fahrzeuge der Kreisverwaltung in Bergheim (Nordrhein-Westfalen) in Brand gesetzt. Drei Kleinbusse des Ausländeramts wurden vollständig zerstört. Die Fahrzeuge wurden nach Angaben der Kreisverwaltung für Abschiebungen genutzt.
Ermittlungen des Staatsschutzes
Der Staatsschutz der Polizei Köln hat die Ermittlungen übernommen. Es wird wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung ermittelt. Ob die Tat einen politischen Hintergrund hat, ist derzeit noch unklar. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0221/229-0 zu melden.
Schaden am Gebäude
Gegen 5.45 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes das Feuer am Willy-Brandt-Platz und alarmierte die Feuerwehr. Die Flammen griffen auf die Fassade der Kreisverwaltung über. Durch die Hitze platzten Fensterscheiben am Verwaltungsgebäude. Teile des Gebäudes mussten vorübergehend geräumt werden. Verletzt wurde niemand.
Neben den drei ausgebrannten Bussen wurden an drei weiteren Dienstfahrzeugen die Reifen zerstochen. Die Polizei sicherte Spuren am Tatort. Der Sachschaden ist erheblich. Die Kreisverwaltung Bergheim steht nun vor der Herausforderung, Ersatzfahrzeuge für ihre Aufgaben zu beschaffen.
Hintergrund
Die Kleinbusse wurden vom Ausländeramt genutzt, um Abschiebungen durchzuführen. Die Tat ereignete sich vor dem Hintergrund einer angespannten Debatte über Migration und Abschiebungen in Deutschland. Die Polizei prüft nun, ob ein Zusammenhang mit dieser Diskussion besteht.



