Im jahrelangen Ringen um einen freien Uferweg am Griebnitzsee will das Rathaus Potsdam nun mit gutem Beispiel vorangehen und jene Grundstücke, die der Stadt gehören, optisch wesentlich aufwerten. Bei einem dafür organisierten Gestaltungswettbewerb ist jetzt ein Siegerentwurf gekürt worden, wie so ein Uferstück aussehen könnte – und wie es wirken würde, wäre der Weg wieder frei.
Städtische Grundstücke als Vorbild
Die Stadt Potsdam besitzt drei Ufergrundstücke am Griebnitzsee, die bisher kaum zugänglich sind. Mit der Aufwertung möchte die Stadtverwaltung nicht nur die Attraktivität dieser Flächen steigern, sondern auch ein deutliches Signal an die privaten Anrainer senden, die den Uferweg blockieren. „Wir zeigen, dass ein freier Uferweg unser Ziel bleibt“, erklärte ein Sprecher des Rathauses.
Siegerentwurf präsentiert Vision
Der Gestaltungswettbewerb, der von der Stadt ausgelobt wurde, hat einen Sieger hervorgebracht. Der Entwurf zeigt, wie die städtischen Grundstücke künftig aussehen könnten: mit Sitzgelegenheiten, naturnaher Bepflanzung und einem durchgehenden Weg, der Spaziergängern den Zugang zum See ermöglicht. Die Visualisierung macht deutlich, wie sich der Uferbereich öffnen ließe, wenn alle Grundstücke – auch die privaten – zugänglich wären.
Jahrelanger Konflikt um den Uferweg
Der Streit um den Uferweg am Griebnitzsee zieht sich bereits seit Jahren hin. Zahlreiche Anwohner entlang des Seeufers verweigern die Durchwegung ihrer Grundstücke, sodass ein durchgehender öffentlicher Weg nicht realisiert werden kann. Die Stadt hat mehrfach rechtliche Schritte geprüft, setzt aber auch auf freiwillige Lösungen. Die Aufwertung der eigenen Flächen ist Teil dieser Strategie.
Nächste Schritte und Zeitplan
Im nächsten Jahr möchte das Rathaus die Aufwertung der drei Grundstücke konkret angehen. Die genauen Kosten und der Zeitplan stehen noch nicht fest, aber die Stadtverwaltung zeigt sich optimistisch, dass die Arbeiten 2024 beginnen können. Der Siegerentwurf soll als Blaupause für die Gestaltung dienen. „Wir hoffen, dass die privaten Eigentümer diesem Beispiel folgen“, so der Sprecher weiter.



