In Berlin-Schöneberg kam es am Montagmorgen zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Während einer Kontrolle wegen Lärmbelästigung stürzte ein Mann von einem Balkon im fünften Stock und fiel aus etwa 15 Metern Höhe auf den Gehweg. Die Kriminalpolizei ermittelt nach Angaben der „B.Z.“, ob es sich um einen Suizid- oder Fluchtversuch handelt.
Nachbarn alarmierten Polizei wegen lautstarkem Streit
Gegen 6.50 Uhr wurden die Beamten der Berliner Polizei zur Goltzstraße alarmiert. Nachbarn hatten einen lautstarken Streit in einer Wohnung im fünften Stock gemeldet und eine Prügelei zwischen Männern vermutet. Als die Polizei eintraf, kontrollierte sie den 50-jährigen Mieter der Wohnung auf seine Personalien. Der Mieter erschwerte den Beamten jedoch den Zutritt zu den Räumen.
Mann schloss sich in Zimmer ein und stürzte vom Balkon
Während der Kontrolle hatte sich ein anderer Mann in ein Zimmer eingeschlossen. Die Beamten verschafften sich gewaltsam Zutritt zu dem Raum, mussten jedoch feststellen, dass der Mann in der Zwischenzeit offenbar vom Balkon gestürzt war. Der Sturz aus rund 15 Metern Höhe führte zu schweren Verletzungen. Bisher konnte der Mann nicht identifiziert werden.
Ermittlungen zu den Umständen des Sturzes
Die Kriminalpolizei ermittelt nun, ob der Sturz ein Suizidversuch oder ein Fluchtversuch war. Der 50-jährige Mieter stand unter dem Einfluss von Drogen und zeigte psychische Auffälligkeiten. Er wurde in eine Psychiatrie gebracht. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.



