Frankreich: Lebenslange Haft für deutschen Serientäter „Maskenmann“
Lebenslange Haft für deutschen „Maskenmann“ in Frankreich

Im französischen Nantes ist der deutsche Serientäter Martin N., bekannt als der „Maskenmann“, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sprach den 55-Jährigen schuldig, im April 2004 den damals zehnjährigen Jonathan ermordet zu haben. Dies berichteten mehrere französische Medien, darunter „Le Parisien“ und „Le Figaro“, aus dem Gerichtssaal.

Hintergrund des Falls

Martin N. war in Deutschland bereits wegen des dreifachen Kindsmordes verurteilt worden. In Frankreich stand er nun erneut vor Gericht, weil er für den Tod des Jungen verantwortlich gemacht wurde. Die Tat ereignete sich im Westen Frankreichs und sorgte damals für großes Aufsehen.

Das Urteil

Das Gericht in Nantes folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft und verhängte die Höchststrafe. Die lebenslange Haft bedeutet, dass der Verurteilte mindestens 22 Jahre im Gefängnis verbringen muss, bevor eine Entlassung auf Bewährung möglich ist. Die Verteidigung kündigte an, in Revision zu gehen.

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Reaktionen und Bedeutung

Der Fall des „Maskenmannes“ hat in beiden Ländern für Entsetzen gesorgt. Die Verurteilung in Frankreich zeigt, dass die Justiz entschlossen ist, auch bei schweren Verbrechen, die lange zurückliegen, Gerechtigkeit zu schaffen. Die Familien der Opfer zeigten sich erleichtert über den Schuldspruch.

Der Prozess in Nantes dauerte mehrere Wochen und war von intensiven Zeugenaussagen und forensischen Beweisen geprägt. Martin N. hatte die Tat bestritten, doch die Beweislage war erdrückend. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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