Feierlicher Auftakt vor dem Abgeordnetenhaus
Mit einem feierlichen Gelöbnis vor dem Berliner Abgeordnetenhaus haben rund 400 Menschen offiziell ihre Ausbildung bei der Berliner Feuerwehr begonnen. Die Veranstaltung, an der zahlreiche Angehörige teilnahmen, diente dazu, die künftigen Feuerwehrleute besonders zu würdigen. Erstmals fand diese zentrale Willkommenszeremonie vor dem Abgeordnetenhaus statt.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, sowie Landesbranddirektor Karsten Homrighausen begrüßten zudem etwa 50 neue Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Die angehenden Brandbekämpfer und Rettungskräfte legten ihr Gelöbnis ab und starteten damit offiziell in ihren Dienst.
Homrighausen: „Die Berliner Feuerwehr rettet Berlin“
Landesbranddirektor Homrighausen betonte in seiner Rede die zentrale Rolle der Feuerwehr: „Die Berliner Feuerwehr rettet Berlin. Seit 1851 – also nunmehr seit 175 Jahren. Und 'Berlin retten' heißt im Klartext: jede und jeden retten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Identität oder Orientierung.“ Er hob das hohe Maß an Verantwortung hervor, das die Feuerwehrleute übernehmen, und würdigte den Mut und die Einsatzbereitschaft der neuen Kollegen.
Wegner: Starkes Zeichen für die Gesellschaft
Regierungschef Kai Wegner würdigte das Engagement der Nachwuchskräfte: „Es ist ein starkes Zeichen für unsere Gesellschaft, dass sich so viele junge Menschen für den Dienst bei der Feuerwehr entscheiden.“ Er dankte ihnen für ihre Bereitschaft, sich für die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner einzusetzen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) wertete den Zulauf auch als Erfolg der Ausbildungskampagne der Berliner Feuerwehr, die gezielt Nachwuchs wirbt.
Rekord bei den Einsätzen: 558.000 im Jahr 2025
Die Belastung für die Feuerwehrleute ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen: Rund 558.000 Einsätze verzeichnete die Berliner Feuerwehr – das waren 26.136 oder knapp 5 Prozent mehr als im Jahr 2024. Es war der höchste Wert seit Gründung der Berliner Berufsfeuerwehr im Jahr 1851. Die Bandbreite der Aufgaben reicht von Bränden über Unwetterschäden bis hin zu medizinischen Notfällen und technischer Hilfeleistung.
Bei der Berufsfeuerwehr arbeiten knapp 6.000 Menschen, darunter Feuerwehrleute und andere Angestellte. Dazu kommen rund 3.000 ehrenamtlich tätige Menschen bei den Freiwilligen Feuerwehren und den 49 Jugendfeuerwehren. Die steigende Zahl der Einsätze zeigt, wie wichtig der kontinuierliche Nachwuchs für die Sicherheit der Hauptstadt ist.



