Prozess um getöteten Achtjährigen: Fabian starb nach sechs Messerstichen
Fabian starb nach sechs Messerstichen: Prozess in Rostock

Prozess um getöteten Achtjährigen: Fabian verblutete nach sechs Messerstichen

Der im Oktober vorigen Jahres gewaltsam getötete achtjährige Fabian ist infolge von sechs Messerstichen verblutet. Diese Todesursache gab der rechtsmedizinische Gutachter am neunten Verhandlungstag am Landgericht Rostock bekannt. Es wurden keinerlei Anhaltspunkte für eine Abwehrhandlung des Jungen gefunden, so der Experte.

Details zur Tatwaffe

Bei der Tatwaffe handelt es sich vermutlich um ein einschneidiges Messer mit einer Klingenlänge von 10 bis 15 Zentimetern und einer Breite von etwa zwei Zentimetern. Die Waffe wurde bislang nicht gefunden, was die Ermittlungen erschwert.

Leichnam nach Tod angezündet

Der Leichnam des Jungen, der am 14. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt wurde, war nach seinem Tod angezündet worden. Der Mediziner betonte, dass die gerichtliche Sektion am 15. Oktober durch die „postmortale Hitzeschädigung“ erheblich erschwert wurde. Die Befunderhebung und -beurteilung gestalteten sich dadurch äußerst schwierig.

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Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit abgelehnt

Zuvor hatte die Schwurgerichtskammer einen Antrag von Fabians Mutter auf Ausschluss der Öffentlichkeit für die Dauer des rechtsmedizinischen Gutachtens abgelehnt. Richter Holger Schütt begründete dies damit, dass die Bilder vom verbrannten Leichnam des Jungen bereits in den letzten Verhandlungstagen gezeigt und somit der Öffentlichkeit bekannt seien.

Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen

Wegen Mordes angeklagt ist eine 30-jährige Frau, die mit Fabians Vater in einer „On/Off“-Beziehung lebt und den Jungen gut kannte. Sie schweigt bislang zu den Vorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

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