Zweite Explosion innerhalb weniger Tage
In der Nacht zu Dienstag, gegen 1 Uhr, wurde die Polizei zu einer erneuten Explosion auf dem Gelände einer Autowerkstatt am Kleinmachnower Weg im Berliner Ortsteil Zehlendorf alarmiert. Ein Unbekannter warf einen Gegenstand über den Zaun, der kurz darauf explodierte und sieben Fahrzeuge beschädigte. Das teilte eine Polizeisprecherin dem Tagesspiegel mit.
Bereits in der Nacht zum 26. Juni hatte es auf demselben Betriebsgelände eine Detonation gegeben. Auch damals schleuderte ein Unbekannter einen Gegenstand auf das Gelände, der explodierte und 14 Fahrzeuge beschädigte. Die Polizei ermittelt nun zu möglichen Zusammenhängen.
Ermittlungen des Landeskriminalamts
Die Ermittlungen zu der jüngsten Explotion hat ein Fachkommissariat für Sprengstoff des Landeskriminalamts übernommen. Zur Schadenshöhe machte die Polizeisprecherin keine Angaben. Die Hintergründe der Taten sind bislang unklar.
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin, äußerte sich besorgt: „Es ist ein weiterer Fall, der zeigt, zu welchem Wahnsinn Kriminelle mittlerweile bereit sind, um Machtverhältnisse und Einfluss auszuloten und Forderungen Nachdruck zu verleihen.“
Sondereinheit „Ferrum“ im Einsatz
Die Sondereinheit des Landeskriminalamts „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) wurde im vergangenen Herbst gegründet, um gegen die vermehrte Schusswaffenkriminalität in der Hauptstadt vorzugehen. Jendro erklärte: „Unsere Kollegen der BAO Ferrum leisten seit Monaten Unglaubliches und gehen allen Hinweisen nach. Sie werden auch hier alles versuchen, um die Hintergründe und eventuelle Zusammenhänge mit ähnlichen Taten in der letzten Zeit zu klären.“



