DNA-Massentest in Tangermünde: Kein Durchbruch bei Mordfall
DNA-Test: Kein Durchbruch bei Mordfall Tangermünde

DNA-Reihenuntersuchung in Tangermünde: Kein Durchbruch erzielt

Mehr als zwei Monate nach einer groß angelegten DNA-Reihenuntersuchung im Zusammenhang mit einem ungeklärten Tötungsdelikt in Tangermünde (Landkreis Stendal) dauern die Ermittlungen weiter an. Die Auswertung der gesammelten DNA-Proben sei noch nicht abgeschlossen, wie die Polizeiinspektion Stendal auf Anfrage mitteilte. Bislang habe es keinen Treffer gegeben, der zur Identifizierung des Täters geführt hätte.

Ermittlungen werden auf andere Bundesländer ausgeweitet

Die Ermittler arbeiten derzeit an Ersuchen, die an andere Bundesländer gerichtet sind. Grund dafür ist, dass einige der angeschriebenen Männer inzwischen umgezogen sind oder zum Tatzeitpunkt lediglich einen Zweitwohnsitz in Tangermünde hatten. Sobald alle vorliegenden DNA-Proben abschließend untersucht wurden und keinen Treffer ergeben haben, sollen weitere Ermittlungsmaßnahmen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Stendal abgestimmt werden.

Hintergrund: Gewaltsamer Tod einer 61-jährigen Frau

Der Fall, der die Ermittlungen auslöste, betrifft den gewaltsamen Tod einer 61-jährigen Frau. Sie war im Juni 2024 leblos in ihrem Wohnhaus in Tangermünde aufgefunden worden. Am Tatort sicherten die Ermittler die DNA-Spur eines bislang unbekannten Mannes. Um den Täter zu identifizieren, ordnete die Polizei Ende März eine groß angelegte DNA-Reihenuntersuchung an.

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Rund 1.500 Männer gaben Speichelproben ab

Insgesamt wurden knapp 1.800 Männer im Alter zwischen 17 und 75 Jahren angeschrieben, von denen rund 1.500 tatsächlich Speichelproben abgaben. Trotz des hohen Rücklaufs brachte die Maßnahme bislang keinen Durchbruch. Dennoch gehen die Ermittler weiterhin davon aus, dass sich der Täter unter den angeschriebenen Männern befinden könnte. Die Reihenuntersuchung war notwendig geworden, weil die am Tatort gesicherte DNA-Spur keiner Person aus der DNA-Analyse-Datei zugeordnet werden konnte.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung und hofft, durch die Ausweitung der Ermittlungen auf andere Bundesländer doch noch eine heiße Spur zu finden. Der Fall bleibt vorerst ungelöst.

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