Blackout-Bericht: Experten legen Lehren aus Stromausfall in Berlin vor
Blackout-Bericht: Lehren aus Stromausfall in Berlin

Rund 100.000 Menschen waren im Januar in Berlin tagelang ohne Strom und Heizung. Eine vom Senat eingesetzte Expertenkommission legt heute ihren Bericht zur Aufarbeitung des längsten Stromausfalls seit dem Zweiten Weltkrieg vor. Das Gremium präsentiert seine Ergebnisse ab 11.30 Uhr im Roten Rathaus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Hauptstadt künftig besser auf solche Extremereignisse vorbereitet sein kann.

Brandanschlag legte Stromversorgung lahm

Hintergrund des Blackouts war ein mutmaßlich linksextremistischer Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Stadt rief daraufhin eine Großschadenslage aus. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte bereits kurz nach dem Vorfall angekündigt, die Abläufe müssten optimiert werden. Die Expertengruppe soll nun Risiken bewerten und Handlungsempfehlungen geben.

Prominente Mitglieder der Kommission

Zu der Kommission gehören der Vorstandsvorsitzende der Charité, Heyo Kroemer, die frühere Bahn-Managerin Sigrid Nikutta, der ehemalige Berliner Feuerwehrchef Albrecht Broemme und der frühere Brigadegeneral der Bundeswehr, Uwe Nerger. Das Gremium wurde Ende Januar vom Senat eingesetzt.

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Lehren für die Zukunft

Der Bericht soll konkrete Vorschläge enthalten, wie die Bevölkerung bei künftigen Stromausfällen besser geschützt werden kann. Dazu gehören unter anderem eine verbesserte Kommunikation, Notstromversorgung und die Koordination der Einsatzkräfte. Die Stadtverwaltung erhofft sich klare Leitlinien, um bei ähnlichen Ereignissen schneller und effektiver reagieren zu können.

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