Mandy Rohde-Schmid hat erlebt, wie ihr Sohn und ihre Tochter schwer suchterkrankten. Heute berät sie andere Eltern, deren Kinder Drogen nehmen. Im Interview mit dem SPIEGEL spricht sie über ihre Erfahrungen und gibt Ratschläge.
Die Geschichte einer betroffenen Mutter
Rohde-Schmid beschreibt, wie sie regelmäßig nachts ins Zimmer ihres Sohnes ging, um zu prüfen, ob er noch atmete. Die Angst um das Leben ihrer Kinder prägte ihren Alltag. Beide Kinder entwickelten eine schwere Abhängigkeit, die die Familie an ihre Grenzen brachte.
Warnsignale erkennen
Die Beraterin betont, dass Eltern frühzeitig auf Veränderungen im Verhalten ihrer Kinder achten sollten. Dazu gehören plötzliche Stimmungsschwankungen, Rückzug aus sozialen Kontakten und Vernachlässigung von Hobbys oder Schule. „Oft werden erste Anzeichen verharmlost“, warnt sie.
Der richtige Umgang mit suchtkranken Kindern
Rohde-Schmid rät Eltern, nicht mit Vorwürfen zu reagieren, sondern das Gespräch zu suchen. Sie empfiehlt, klare Grenzen zu setzen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Eltern müssen lernen, sich selbst zu schützen, ohne das Kind aufzugeben“, sagt sie.
Unterstützung für betroffene Familien
Heute bietet Rohde-Schmid Beratungen für Eltern in ähnlichen Situationen an. Sie gibt Tipps, wie man mit der Belastung umgeht und welche Hilfsangebote es gibt. Ihr Ziel ist es, anderen Familien den Weg aus der Krise zu erleichtern.
Expertenrat und Ausblick
Das Interview zeigt, dass Sucht eine Erkrankung ist, die die ganze Familie betrifft. Frühe Intervention und offene Kommunikation können den Unterschied machen. Rohde-Schmid appelliert an die Gesellschaft, das Thema zu enttabuisieren und Betroffenen ohne Vorurteile zu begegnen.



