Nahrungsergänzungsmittel: Experten warnen vor häufigen Fehlern
Nahrungsergänzungsmittel: Häufige Fehler vermeiden

Wer Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, macht häufig dieselben Fehler: Er folgt unkritisch Trends, schenkt der Qualität zu wenig Beachtung oder kennt seine eigenen Nährstoffwerte nicht. Darauf wiesen Fachleute auf dem Life Summit 2026 in Berlin hin, der im Rahmen eines Gesprächs mit FITBOOK-Chefredakteur Nuno Alves stattfand.

Der Trendfalle entkommen

Der häufigste Irrtum, so die Experten, sei der Kauf von Präparaten, die gerade in sozialen Medien oder Gesundheitsratgebern viel Aufmerksamkeit erhalten. Mal stehe Vitamin D im Fokus, dann Vitamin B12 oder Kreatin. Entscheidend sei jedoch nicht der Trend, sondern der individuelle Bedarf. Dr. Luisa Werner, eine auf Darmgesundheit spezialisierte Expertin, betonte, dass viele Menschen zu spezialisierten Produkten greifen, ohne die genauen Bedürfnisse ihres Körpers zu kennen. Aus ihrer Sicht spielt vor allem die allgemeine Ernährung eine zentrale Rolle. Ein gesunder Darm sei unerlässlich, damit Nährstoffe – auch aus Pulvern oder Tabletten – überhaupt verwertet werden können.

Qualität und Dosierung im Blick behalten

Ein weiterer Fehler betrifft die Produktwahl. Sophie Chabloz, Mitgründerin von Avea, empfiehlt einen genauen Blick auf das Etikett: Wo wird das Präparat hergestellt? Wie wird die Qualität geprüft? Sehr günstige Produkte könnten auf minderwertige Rohstoffe setzen. Ebenso problematisch sei die Dosierung. Viele Verbraucher kombinierten mehrere Präparate und verlören dabei den Überblick. Dadurch könne es passieren, dass einzelne Vitamine oder Mineralstoffe dauerhaft zu hoch aufgenommen würden. Als Beispiel nannte das Panel auf der Messe Vitamin B6, das in hohen Mengen über längere Zeit problematisch sein kann.

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Erst messen, dann ergänzen

Eine weitere Expertenempfehlung lautet: Bevor man Präparate einnimmt, sollte man zunächst die eigenen Blutwerte bestimmen lassen. Nur so könne man beurteilen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt und welche Dosierung sinnvoll ist. Bei der eigenen Einnahme setzen die Fachleute überwiegend auf bekannte Präparate. Häufig genannt wurden Vitamin D3 in Kombination mit K2, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren. Auch Vitamin B12, Folsäure, Eisen oder Kreatin spielen je nach persönlichem Bedarf eine Rolle. Einigkeit herrschte bei einem Punkt: Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Welche Präparate sinnvoll sind, hängt von den individuellen Werten und der persönlichen Situation ab.

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