Die Funke Mediengruppe berichtet über die Hyposensibilisierung bei Kindern am Beispiel des achtjährigen Jonas aus Marburg. Bereits früh zeigten sich bei ihm Allergiesymptome. Seine Eltern entschieden sich für eine Immuntherapie, die ihm half, wieder unbeschwert zu spielen.
Frühe Anzeichen und Diagnose
Schon ab der Geburt hatten die Eltern von Jonas das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. „Wir haben ab der Geburt Schwierigkeiten bei Jonas gesehen“, erinnert sich seine Mutter Sarah. Besonders die Nasenatmung des Jungen war blockiert – sowohl beim Schlafen als auch beim Stillen. „Er ist eines dieser Kinder, die auf Fotos immer den Mund offen stehen hatten“, ergänzt sein Vater Clemens. Trotz Operationen an den Polypen blieb die Belastung bestehen: Jonas schlief schlecht, hörte schlechter und war oft emotional erschöpft. Erst später wurde klar, dass hinter den Beschwerden eine Allergie gegen Hausstaubmilben und Frühblüher wie Birke steckt.
Verbreitung von Allergien bei Kindern
Jonas ist mit seinem Problem nicht allein. Laut den Ergebnissen der KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts leidet aktuell mehr als jedes sechste Kind in Deutschland (16,1 Prozent) unter Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis. Experten raten daher bei einem hohen Leidensdruck von Heuschnupfen zur Hyposensibilisierung, auch Allergen-Immuntherapie genannt.
Erfahrungen der Familie Thiele
Die Familie Thiele aus Marburg hat diesen Schritt gewagt und bereut ihn nicht. „Jonas kann endlich wieder spielen“, freut sich seine Mutter. Die Behandlung verlief erfolgreich, und die Eltern würden sich jederzeit wieder dafür entscheiden. Zwei Experten geben zudem Tipps für Eltern, die eine Hyposensibilisierung für ihr Kind in Erwägung ziehen.
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Wirkungsweise der Hyposensibilisierung
Die Hyposensibilisierung ist eine Immuntherapie, bei der der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird. Sie ist in der Regel ab einem Alter von fünf Jahren geeignet. Ziel ist es, die Symptome langfristig zu lindern und die Lebensqualität der Kinder zu verbessern.



