AOK-Studie: Mütter übernehmen meisten Kinderkrankentage in RLP
AOK-Studie: Mütter übernehmen Kinderkrankentage

Eine aktuelle Auswertung der AOK in Rheinland-Pfalz zeigt, dass die Betreuung kranker Kinder nach wie vor überwiegend von Müttern übernommen wird. Im Jahr 2025 wurden landesweit 76 Prozent aller Kinderkrankentage von weiblichen AOK-Mitgliedern beantragt, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK mitteilt.

Regelungen zum Kinderkrankengeld

Berufstätige und gesetzlich krankenversicherte Eltern können pro Jahr und Kind bis zu 15 Arbeitstage Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse beantragen, Alleinerziehende bis zu 30 Tage. Bei drei oder mehr Kindern sind maximal 70 Tage im Jahr möglich. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest. Die Krankenkasse zahlt dabei 90 Prozent des ausgefallenen Netto-Gehalts.

Ursachen für ungleiche Verteilung

Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, sieht einen Grund für die ungleiche Verteilung in den Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen: „Dass die Kinderkrankentage nicht gleichberechtigt aufgeteilt werden, dürfte auch daran liegen, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer.“ Er begrüßt, dass die zwischenzeitlich vorgeschlagene Kürzung beim Kinderkrankengeld vom Tisch sei. „Eltern sollen frei entscheiden können, wer von beiden das kranke Kind zu Hause betreut und wer arbeiten geht.“

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Zahlen und Entwicklungen

Im Jahr 2025 meldeten sich in Rheinland-Pfalz insgesamt 3,6 Prozent aller bei der AOK versicherten Frauen und Männer mit Anspruch auf Kinderkrankengeld mindestens einmal wegen eines kranken Kindes bei ihrem Arbeitgeber krank – der höchste Wert seit dem Coronajahr 2022. Pro Krankheitsfall betrug die durchschnittliche Dauer 2,5 Tage, so die AOK.

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